Amazon setzt beim Einkauf andere Prioritäten

"Der Verkauf gedruckter Bücher ist de facto für viele Verlage nicht mehr möglich"

In der Corona-Krise priorisiert Amazon Haushaltswaren, Sanitätsartikel und weitere Produkte mit hoher Nachfrage. Um die Lager schneller auffüllen und an Kunden liefern zu können, hat der Online-Händler die Bestellung für andere Waren bis Anfang April ausgesetzt. Eine schlechte Nachricht für Verlage – aber vielleicht auch eine Chance für den Buchhandel? Meinungen aus der Branche.

In dem Schreiben, das Verlage und Verlagsauslieferungen in dieser Woche erhalten haben und das in der Branche kursiert, benennt der Online-Händler zwei zentrale Punkte seiner veränderten Bestellpolitik:

• Verringerte Anzahl an Bestellungen: "Wir haben vorübergehend die Bestellung für Produkte ausgesetzt, bei denen es sich nicht um Haushaltswaren, Sanitätsartikel oder andere Produkte mit hoher Nachfrage handelt."

• Verlängerte Lieferfenster für bestehende Bestellungen: "Wir haben die Versand-/Lieferfenster für einige vorhandene Bestellungen erweitert, damit Sie mehr Zeit haben, die Bestellung zu versenden. Bitte senden Sie Ihre Produkte gegen Ende des verlängerten Zeitfensters. Dies gilt ab heute bis zum 5. April 2020."

Ein Amazon-Sprecher hat den Inhalt des Schreibens auf Anfrage von boersenblatt.net bestätigt und die Gründe für diese Entscheidung erläutert: "Wir verzeichnen derzeit mehr Online-Einkäufe, daher sind einige Produkte wie Waren für den täglichen Bedarf und medizinische Verbrauchsgüter aktuell nicht vorrätig. Aus diesem Grund priorisieren wir vorübergehend den Eingang von Waren für den täglichen Bedarf, medizinischen Verbrauchsgütern und anderen Produkten mit hoher Nachfrage in unseren Logistikzentren. Dadurch können wir diese Produkte schneller annehmen, auffüllen und an Kunden versenden. Uns ist bewusst, dass dies eine Veränderung für unsere Verkaufspartner bedeutet, und wir bedanken uns für ihr Verständnis, dass wir diesen Produkten vorübergehend im Sinne unserer Kunden den Vorrang geben.“

Amazon-Bestseller vom 20. März: diverse Desinfektionsmittel und Schutzmasken

Amazon-Bestseller vom 20. März: diverse Desinfektionsmittel und Schutzmasken © Amazon (Screen-Montage)

Was bedeutet diese Entscheidung für die Verlage – nicht zuletzt für die kleineren unabhängigen Programme, die besonders auf den Online-Handel angewiesen sind?

Björn Bedey

Björn Bedey © privat

Björn Bedey, Verleger der Bedey Media GmbH und im Börsenverein Mitglied im Sprecherkreis der IG unabhängige Verlage

"Die veränderte Lagerpolitik von Amazon ist gerade für unabhängige inhabergeführte Verlage mit einem belletristischen Programm eine Katastrophe. Hatten wir doch bei Amazon die Möglichkeit, unabhängig von der Einkaufspolitik des Händlers gleichberechtigt mit den Großverlagen unsere Bücher dem Leser präsentieren zu können.

Der Leser hatte die Möglichkeit, sich einen breiten Überblick über das Sortiment zu verschaffen und nach seiner Vorliebe Titel auszuwählen. Entsprechend war Amazon für viele Verlage der primäre Vertriebskanal. Es ist aufgrund der nicht vorhandenen Verbraucherdaten für die Onlineshops des unabhängigen Sortiments und der Filialisten unmöglich, dieses aufzufangen – selbst wenn die Leser umsteigen.

Zusätzliche Brisanz hat diese Umstellung in der Warenpriorisierung bei Amazon im Kontext der Schließung der Buchhandlungen. Ein Verkauf von gedruckten Büchern ist de facto für viele Verlage nicht mehr möglich. Dies wird entsprechende Konsequenzen haben."

Jochen Mende

Jochen Mende © Paul Müller

Jochen Mende, Geschäftsführer der Verlagsauslieferung Prolit

 "Wir beobachten bereits seit Montag, dass Amazons Bestellvolumen bei Prolit drastisch zurückgeht – wenn überhaupt, kommen wir gerade mal auf ein halbes Prozent der üblichen Menge. Die Rundmail von Amazon an die Verlagskunden kam dann erst am Dienstag. Die Entscheidung, andere Produkte zu priorisieren und den Bestand an Prolit-Büchern frühestens ab dem 5. April wieder aufzustocken, ist für unsere Verlage auf mehreren Ebenen sehr bitter:

  • Viele hatten gehofft, über den Online-Handel zumindest einen Teil der Einbußen im stationären Geschäft auffangen zu können. Amazon ist der größte Player im Netz. Diese Hoffnung wird sich also nicht erfüllen.
  • Bei Verlagen, die ihre Bücher über Amazon Advantage anbieten, verpflichtet sich Amazon, jeweils ein Exemplar am Lager verfügbar zu halten. Dieser Verpflichtung kann der Online-Händler nun unter Umständen nicht nachkommen. Die Verlage zahlen aber trotzdem das entsprechende vereinbarte Lagerhaltungsentgelt.
  • Wenn Titel jetzt am Amazon-Lager leer laufen und Kunden online danach suchen, dann könnte der Eindruck entstehen, dass diese Titel gar nicht mehr lieferbar sind. Das wäre für unsere Verlage fatal."
Andreas Rötzer

Andreas Rötzer © Tobias Bohm

Andreas Rötzer, Verleger von Matthes & Seitz, Berlin

"Welche Folgen die veränderte Einkaufspolitik von Amazon hat, ist für uns im Moment noch schwer einzuschätzen. Unser Amazon-Anteil war nie so groß, aber momentan zählt jedes verkaufte Buch, insofern werden wir auch das spüren."

Matthias Heinrich

Matthias Heinrich © Ferdinando Iannone

Matthias Heinrich, Geschäftsführer bei BrockhausCommission, hatte die neuen Prioritäten des Online-Händlers schon am Mittwoch auf boersenblatt.net mit deutlichen Worten kritisiert:

"Stark irritiert und empört müssen wir feststellen, dass Amazon sich in der Krise rein profitorientiert verhält. Der Warenumschlag Buch wird wohl zugunsten versorgungsrelevanter Produkte stark reduziert. Damit wird es befristet nur zu punktuellen Bestellungen bei Verlagen kommen, das preisgebundene und margenarme Buchgeschäft wird zurückgestellt.

Wer darin Gutmenschentum und ein Idealstreben nach einer flächendeckenden Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern durch den Onlinehandel in infrastrukturell schlecht aufgestellten Gebieten vermutet, darf das gerne tun. Für mich/uns grüßt hier eher Machiavellismus, sonst nichts. Wer den Kunden hat, hat die Macht, Neukundengewinnung um jeden Preis. Auf der Strecke bleibt bei Amazon nicht nur das Produkt Buch."

Christian Riethmüller

Christian Riethmüller © Steffen Sixt

Christian Riethmüller, Geschäftsführer der Buchhandlung Osiander, erkennt in dem veränderten Bestellverhalten von Amazon durchaus auch Chancen für den stationären Buchhandel, der online weiter liefern kann und darf:

"Auf jeden Fall ergibt sich hier zunächst einmal ein Vorteil für den Buchhandel. Aber wir müssen uns auch fragen, wie lange die Lieferdienste noch liefern dürfen und was sie vielleicht nur noch werden liefern dürfen. Es ist extrem spannend im Moment und man kann wenig Prognosen stellen." (mehr zur Lage bei Osiander in einem ausführlichen Interview mit Christian Riethmüller hier auf boersenblatt.net).

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14 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Dorothea Thomé

    Dorothea Thomé

    Das wichtigste für uns Kleinverlage in Bezug auf Amazon ist, dass dort nicht weiterhin solche Meldungen wie: "Gewöhnlich lieferbar in 1 bis 3 Wochen/Monaten" erscheinen. Es wäre schon eine Hilfe, wenn dort stünde: "Über uns erst in 1 bis 3 Wochen/Monaten lieferbar, aber wahrscheinlich woanders/bei x oder xy noch erhältlich." Das wäre eine große Erleichterung. Aber wer kann das bei A. durchsetzen???

  • Detlef Knut

    Detlef Knut

    Aber gute Frau Dorothea Thomé, die demnächst erscheinenden Bücher sind nicht mal mehr vorbestellbar. Amazon hat den Riegel komplett umgelegt. Wer sollte denn außer JB irgendetwas umsetzen bei Amazon?

  • Michael Ross

    Michael Ross

    Lieber Börsenverein, liebe MVB,
    JETZT wäre ein Werbemailing und eine Informationskampagne angezeigt. Alle unabhängigen Buchhandlungen, die noch liefern (sei es persönlich oder über den Webshop), dürften ein Interesse daran haben, den Kund*innen in ihrer Nachbarschaft die Botschaft zu vermitteln, dass wir lieferfähig sind und viele tolle Bücher sogar am Lager haben, die bei Amazon nicht einmal bestellbar sind. Wir wären jedenfalls dabei.
    Herzliche Grüße vom Hermeskeiler Platz,
    Michael Ross (Baskerville Bücher)

  • Jens Falk

    Jens Falk

    buchhandel.de als Einkaufsportal wiederbeleben und dieses in Funk und Fernsehen, Presse sowie Online bewerben.

    Jeder Buchhändler kann dann die Bücher seinen Kunden ausliefern. Geht schneller als Amazon.

    So wie ZVAB/Abebook das Portal für antiquarische Titel ist, wäre buchhandel.de das Portal für neue Bücher.

    Jetzt rächt sich die Einstellung von buchhandel.de Hoffentlich kann man den Fehler schnell korrigieren.

  • Christian Reichenbach

    Christian Reichenbach

    Amazon verzögert nicht nur den Einkauf, sondern liefert vorhandene Lagerware auch erst in 7 Tagen aus. Wer heute (20.03.) noch mit 'Prime' bestellt, bekommt sein Buch sicher am 28.03. Das sind ganz neue Verhältnisse. Offenbar braucht der Versender seine ganze Kapazität für den Versand von unbedrucktem Papier (3-lagig).

  • Birgit Stark

    Birgit Stark

    Als kleine, inhabergeführte Buchhandlung, die nicht nur über einen Online-Shop verfügt, sondern vor allem auch sehr auf persönliches Service setzt, war Amazon in den letzten Jahren unser allmächtiger, ja übermächtiger Mitbewerber. Wir, die wir für unsere Kunden JEDES Buch bestellen, egal ob bei den großen Auslieferungen, direkt beim Kleinverlag (bei dem wir - anders als das Unternehmen Amazon, das nicht nur kaum Steuern und keine fairen Löhne zahlt, sondern den Verlagen auch noch die Konditionen diktiert - verminderten Rabatt haben, aber meist extra Porto bezahlen) oder auch bei kleinen Antiquariaten, erfahren gerade in der Krise viel Zuspruch und positives Kundenfeedback. Auch wenn ich verstehe, dass Verlage unter der geänderten Amazon-Politik leiden, hält sich mein Mitleid in Grenzen. Liebe Verlage, nutzt die Krise als Chance, emanzipiert euch vom Branchenmonopolisten Amazon, behandelt den stationären, kleinteiligen Buchhandel auf Augenhöhe! Wir sind auch in der Krise zuverlässige Partner - seid ihr auch nach der Krise für uns da!

  • Albin Kremnitzmüller

    Albin Kremnitzmüller

    Amazon verkauft nicht für mich, sondern ich verkaufe auch über Amazon (nicht als Verlag). Auch bei mir bleiben seit 17. März die Bestellungen aus, obwohl ich sonst täglich Bestellungen erhalte.
    Über Amazon habe ich doppelt so viele Bestellungen als über die Verlags-Homepage. Die Verlagsbestellungen teilen sich hälftig in Privat- und Buchhandelsbestellungen. Die Bestellungen beim Verlag sind zudem portofrei!
    Selbst kleinste Buchhandlungen bestellen über Amazon! Warum? Wo suchen sie das Buch? Sie kennen meist den Autor oder den Titel, aber nicht unbedingt den Verlag. Oft höre ich von Kunden, dass die Buchhandlung das Buch nicht gefunden hat oder nicht lieferbar ist.
    Sobald ich im VLB ein Buch melde, ist es sofort automatisch bei Amazon als nicht lieferbar gelistet. Also werde ich gezwungen es dort anzubieten.
    Ich finde irgend etwas läuft hier falsch!
    MAGENTA Verlag, Kempen

  • PeterHerren

    PeterHerren

    Na und? Jahrelang wird gewettert, dass Amazon der böse Gegner ist, und jetzt plötzlich soll es der Heilsbringer sein? Hätte sich die deutsche Buchbranche rechtzeitig um eine Alternative gekümmert, wäre es nicht so abhängig von diesem US-Wirtschaftsunternehmen, das nunmal wie eines agiert: Verkauft wird das, was am meisten Geld bringt.

    Davon abgesehen: Es herrscht eine Ausnahmesituation, Amazon füllt das Lager mit Dingen, die lebensnotwendig sind. Dazu gehören nunmal keine Bücher.

  • Stefan Gläßer

    Stefan Gläßer

    Also die Händler auf buchfreund.de priorisieren den Versand von gebrauchten Bücher. So viel steht fest. Sie haben in der Regel auch nicht viele andere Artikel im Sortiment, als das sich diese Frage überhaupt stellen würde.

    Und neue Bücher sind über zwei angeschlossene Buchhändler auch seit kurzem wieder bestellbar, die Auslieferung erfolgt derzeit auch noch relativ zügig über Libri. Einzig die Bestellmöglichkeit von Besorgungstiteln mussten wir erstmal stilllegen. Bin gespannt wie es weiter geht.

    Viele Grüße aus Würzburg

  • Dorothea Thomé

    Dorothea Thomé

    Als kleiner Fachverlag bieten wir gerne gute Konditionen für alle Buchhandlungen (35-40 Prozent Rabatt, 11 für 10, portofreie Lieferung und auf Kommission), aber leider verkaufen wir ca. 80 Prozent über KNVZ, Umbreit und Libri, 19 über unseren Webshop und leider nur 1 Prozent über Buchhandlungen. Sehr gerne würden wir diesen Verkaufsweg ausbauen. Auch wenn es hier bei jeder Diskussion immer einen gibt, der Amazon "verteidigen muss" (es sieht doch auch so leicht keiner A. als "Heilsbringer"), so ärgern wir uns trotzdem fast täglich über diesen Riesen. Bessere Ideen sind also immer höchst willkommen. Liebe Grüße aus Oldenburg

  • Christian Reichenbach

    Christian Reichenbach

    Liebe Frau Stark, wenn Sie von 'Verlagen' sprechen, meinen Sie sicher, wie im Buchhandel leider üblich, die 50-100 bekanntesten Adressen. Dass Sie von diesen auf 'Augenhöhe' behandelt werden, können Sie natürlich nicht erwarten. Wenn Sie (und ihre vielen Mitstreiter) statt dessen endlich anfangen würden, verstärkt Titel kleinerer Verlage auszulegen, dann wären diese nicht gezwungen, über Amazon zu verkaufen. Nehmen SIe sich bitte etwas Zeit für thematische Suchen im VLB-Tix und hören Sie bitte auf, den bekannten Verlagsnamen als vermeintliches Qualitätskriterium heranzuziehen. Herzlichen Dank.

  • Hajo Schörle

    Hajo Schörle

    Buch & Bild Verlag in Nagold. Kleiner, unabhängiger Verlag.

    Ich habe seit einiger Zeit schon beschlossen, nicht mehr alle Bücher bei Amazon mit zu listen. Auch beim Anliefern an Amazon habe ich in letzter Zeit konsequenter Bestellungen von Amazon storniert, die nicht meinem Mindestbestellwert entsprechen.
    In den Anfängen von Amazon wurden Verlage noch unterstützt, Neuerscheinungen erschienen auch in Newslettern, ohne dass man dafür zahlen musste.
    Nun ist aber die Größe erreicht, dass alles verkauft werden kann. Jeder Platz auf der Seite, jede zusätzliche Platzierung in Listen. Seit geraumer Zeit stört mich schon, dass in Suchergebnissen oft mehr "gesponserte" Artikel anzeigt werden, als die, die man selbst sucht.
    Rein finanziell lohnt sich für mich mein Angebot der Bücher bei Amazon nicht. Zu viele einzelne Nachbestellungen, die hohen Rabatte, die langen Zahlungsziele und der schlechte Algorithmus für die Lagerverwaltung bringen mit unter dem Strich nicht wirklich einen Ertrag.
    Aber, die Bewertungen und die Sichtbarkeit über Amazon, haben für mich die Präsenz auf Amazon lange gerechtfertigt.
    Das bin ich jedoch am überdenken. Vielleicht ist die Kundenbindung über den eigenen Webshop sinnvoller. Sicher auch aufwändiger, aber dafür habe ich oft viel direktere Rückmeldungen zum einen oder anderen Titel. Und auch die Weiterempfehlungen sind viel persönlicher.
    Und von ökonomischen wie auch ökologischen macht es mehr Sinn, ein Buch direkt zum Kunden zu schicken, als einzelne Bücher erst zu Amazon zu schicken, und dann zum Kunden. Klar, wer Palettenweise Bücher über Amazon verkauft hat da eine andere Ökobilanz, aber dazu gehöre ich nicht.
    Vielleicht ändern sich mit dem "shut down" auch bei uns Denkweisen und Strukturen. Vielleicht gibt es wieder eine andere Wertschätzung zwischen Anbieter und Konsument. Vielleicht entdecken wir neu, wie wertvoll die geistige Nahrung für uns ist. Vielleicht ....
    Krise bedeutet Wendepunkt. Und ich sehe genug Anzeigen, dass sich bei diesem Wendepunkt viel positive Veränderungen anbahnen.

    Bleiben Sie Gesund
    Herzliche Grüße
    Hajo Schörle

  • Self Publisher

    Self Publisher

    Liebe Buchhandlungen und Online-Shops,

    es ist an der Zeit etwas zu ändern, darum bitten viele andere meiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Selfpublisher-Szene seit langer Zeit.
    Leider war es bislang kaum möglich ernst genommen zu werden.
    Vor etwa einem Jahr schrieb ich unzählige Buchhandlungen (die kleineren, keine Ketten) an und bot meinen Bestseller an (über 80.000 Verkäufe über Amazon.de) und kein einziger Händler antwortete.
    Ich schrieb jedem eine zweite Mail, dass ich sogar Probeweise je 4 Hardcover verschenken würde, sodass der Händler zu 100% den Gewinn einstreichen könne. Versand wäre auch auf mich gegangen. Keine Antwort.
    Telefonische Rückfrage: Kein Interesse, wir bleiben bei den Verlagstiteln.

    Da bleibt uns nur Amazon. Und wenn Amazon in zwei Jahren 80.000 Bücher für mich umsetzt, warum soll ich dann in den Buchhandel gehen?
    Weil dort noch viel mehr Kunden warten!

    Liebe Buchhändler, gebt uns doch bitte auch endlich mal eine Chance. Viele Selfpublisher haben sich stark professionalisiert und halten locker mit den großen Verlagen mit, haben ihre Fanbase - die aber nur bei Amazon kauft.
    Euch entgeht da ein dickes Geschäft!

  • Axel Berger

    Axel Berger

    > Jens Falk20.03.2020 17:49h
    > buchhandel.de als Einkaufsportal wiederbeleben
    Sie haben vollkommen recht. Der Buchhandel und die Verlage haben es jahrelang versäumt, beim eigenen Verband für diesen Mist auf den Putz zu hauen. Ich schicke als Bestellung meinem örtlichen Händler einen Amazon-Link und ich höre von verschiedenen Buchhändlern, daß ich bei weitem nicht der einzige damit bin. Hinterher jammern ist dumm, bedankt Euch lieber bei treuen Kunden, daß sie trotz Amazon und kostenloser Hauslieferung lieber bei Euch bestellen. Das gilt auch für die Verlage. Ohne Amazon wärt Ihr in gar keinem funktionierenden Katalog gelistet.

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