Die Selfpublishing-Plattformen im Netz sind die größten Schleudern für irrsinnige Behauptungen und rassistisches Gedankengut, so das "Handelsblatt". Rund 88 Prozent aller Selfpublishing-Titel – die in den meisten Fällen vollkommen harmlos sind – werden laut BOD-Studie, aus der die Zeitung zitiert, im Onlinehandel vertrieben.
Das Problem: Den Betreibern, etwa Amazon oder Bookrix (Bastei Lübbe), gingen viele Verschwörungs- und Hetztitel durch die Maschen, so das "Handelsblatt". Bei Pornographie, Gewaltdarstellungen und anderen verstörenden Inhalten griffen die Kontrollen, bei hanebüchenen und gefährlichen Verschwörungstheorien nicht.
Zu den Multiplikatoren umstrittener, auch ausgemacht verschwörungstheoretischer Inhalte zählen aber laut "Handelsblatt" auch traditionelle Buchverlage wie der Kopp Verlag und zahlreiche weitere (neu-)rechte Verlage.
Der Artikel zählt eine ganze Reihe haarsträubender Beispiele auf, die zeigen, wie Menschen bereitwillig ihren Verstand und ihre Vernunft über den Haufen werfen, um offenkundige Unwahrheiten zu verbreiten. Nachzulesen ist der Beitrag im gedruckten "Handelsblatt" oder via Bezahlschranke im Netz.