Die Kleinstadt Bad Ems (ca. 9.000 Einwohner) leide unter Käuferschwund, was auch andere Branchen betreffe, konstatiert Elisabeth Adam (66). "Es gab nur einen Interessenten für die Nachfolge, der dann aber abgewunken hat. Das kann ich auch verstehen, denn heute kann man das nur im Rahmen der absoluten Selbstausbeutung tun", meint Adam. Schon ihre Eltern waren beide Buchhändler; sie sei praktisch im Buchhandel aufgewachsen. "Und noch vor 16 Jahren waren das ganz andere Voraussetzungen. Damals waren wir der Meinung, 'Die Buchhandlung kriegen wir verkauft, wenn wir in ein Alter kommen, wo wir nicht mehr können oder wollen'." Inzwischen stimme das jedoch nicht mehr: "Obwohl wir jeden achten im Monat eine Veranstaltung organisiert haben, sehr präsent in der Presse waren und darüber hinaus viel für die Leseförderung unternommen und natürlich auch über eine Webseite online verkauft haben, hat das am Ende alles nicht geholfen."
Adam appelliert an die gesamte Branche, Verlage und Buchhandlungen müssten stärker an einem Strang ziehen. "Wenn es uns nicht gelingt, solidarisch zu handeln, dann wird sich für den stationären Handel an dieser Situation nichts ändern", sagt sie und wendet sich gegen Aktionen wie die Leselöwen-Aktion bei Aldi.
Die Buchhandlung nicht nur für Erwachsene besteht seit 2002 (Verkaufsfläche: 75 Quadratmeter).
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