Meine Helden der Woche

16. November 2007
Redaktion Börsenblatt
Es ist wahr, Spiegel-Leser wissen mehr. Als ich heute morgen zum Frühstück Nachrichten im Netz bei spiegel.de gelesen habe, bin ich über einen Artikel gestolpert, der meine Mimik ganz schön durcheinander gebracht hat: Erst ein leichtes Stirnrunzeln, dann ein Augenbrauen-Hochziehen, gefolgt von einem Schmunzeln, das sich zu einem freudigen Lächeln verbreitert hat. Der Grund dafür? Sehen Sie selbst. Da ich ja ein Kind der DDR bin, sind mir die Welten von Marvel Comics und DC Comics in den entscheidenden Kinderjahren verwehrt geblieben. Dafür gab es viele alte Ausgaben des Mosaik mit den Digedags, die meine Mutter fleißig gesammelt hatte, und die neuere Variante mit den Abrafaxen. Sie erinnern sich an die detaillierte Bildfülle der legendären Doppelseite?
Und heute morgen hat sich die Chance eröffnet, all das Versäumte der westlichen Comic-Kultur nachzuholen, auf das man ja in den letzten Jahren durch die vielen Kinofilme großen Appetit bekommen konnte: ich kann Comics online lesen. Angefangen bei Spider-Man, X-Men, Fantastic Four, Ghost Rider (alle bei Marvel Comics) über Superman, Batman, Flash (bei DC Comics) zu Sin City, damals erschienen bei Dark Horse Comics – und all das größtenteils kostenlos. Auch die Comics des NBC-Serien-Hits “Heroes”, der erst vor kurzem bei RTL II angelaufen ist und erhebliche Zuschauerzahlen mobilisieren konnte, gibt's online. Jetzt ist nur die alles entscheidende Frage: Kaufe ich mir auch was davon? Beziehungsweise: Warum sollte ich mir ein Comic kaufen, wenn ich es mit großer Wahrscheinlichkeit online kostenlos finde? Und warum stellen die Verlage es zum Lesen gratis ins Netz?