Das von Heinrich Remigius Sauerländer 1807 in Aarau gegründete Verlagshaus blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. »Bildung verbessern« ist das Thema des heute in deutschen Händen befindlichen Unternehmens. Es werden vor allem qualitativ hochwertige Lehr- und Lernmittel für den Schweizer Markt entwickelt und produziert.
Cornelia Funke erzählt in der "Frankfurter Rundschau" über den Tod ihres Mannes, ihr neues Leben in Kalifornien und warum sie erstmals auf Englisch schreibt.
Ich wollte mal wieder etwas Neues probieren, also arbeite ich derzeit an einer Geistergeschichte, die in England spielt und in der ich zum ersten Mal als Ich-Erzähler schreibe - aus der Sicht eines 12-jährigen Jungen. Deshalb habe ich mich getraut, das in Englisch zu versuchen.
Warum das denn? Bisher kamen die englischen Übersetzungen Ihrer Bücher bestens an.
Es ist nicht so, dass ich den Übersetzungen misstrauen würde. Ich habe eine brilliante Übersetzerin in Anthea Bell, die ich auch schon gebeten habe, mit mir an der neuen Geschichte zu arbeiten. Aber ich spreche hier eben meist über das, was mich bewegt, auf Englisch. Einige meiner engsten literarischen Freunde sind inzwischen Engländer und Amerikaner. Plötzlich spürte ich eine Sehnsucht, mich auch einmal in Englisch auszudrücken.
Antje Blinda schreibt im "Spiegel" über die Zensur im Olympialand:
Anlass der Zensur ist eine Karte im Reiseführer, die China und seine Nachbarländer darstellt. Auf der Darstellung sind die Volksrepublik und Taiwan in verschiedenen Farben zu sehen - als zwei getrennte Länder. Chinas Außenministerium hat nun bestätigt, dass der Lonely-Planet-Führer im letzten Jahr aufgrund dieser Landkarte verboten worden ist. Das breche chinesisches Gesetz.
China betrachtet Taiwan nach wie vor als abtrünnige Provinz und erkennt dessen Souveränität nicht an. Dem Verlag war das Verbot ihres Guides bisher nicht bekannt. "Da gab es jede Menge Gerüchte, aber wir bekamen nie etwas Offizielles von der chinesischen Regierung", sagte McKimmie. Auf seiner Website rät der Verlag seinen Kunden nun, den China-Führer zu verhüllen - was ihn aber aufgrund seiner gewichtigen Größe bei der Durchleuchtung kaum tarnen kann. Außerdem sollen die Backpacker jede wichtige Beschreibung, die für die Reise nützlich sein könnte, kopieren.