Hatten Sie schon mal Gelegenheit die Messehallen vor Eröffnung der Buchmesse zu betreten? Es ist als würde man in einem Meer von Altpapier baden. Überall zerissene Kartons und anderer papierener Abfall. Und fünf Tage später wieder derselbe Anblick. Dann aber neue Kartons, unendlich viele ungenutzte Werbeflyer und anderer Marketing-Müll. Da versucht man nun tagtäglich Müll zu trennen und Strom zu sparen. Doch kommt auf die Messe fühlt man sich wie jemand, der absichtlich Bäume im Regenwald fällt!
Und wo ich schon bei überflüssiger Papierverschwendung bin - Meinungs- und Veröffentlichungsfreiheit jetzt mal hin oder her. Was da alles gedruckt wird man fragt sich bei so manchem Buch für wen. Tatsächlich für ein lesendes Publikum oder nur für das Ego eines narzistischen Autors. Muss es wirklich ein tausendstes Buch über asiatische Kochkunst geben? Oder eine in Buchform gedruckte Emailsammlung eines exzentrischen 50-Jährigen?
Sollte eine Branche, die so sehr auf das Medium Papier angewiesen ist, wirklich so verschwenderisch mit diesem Rohstoff umgehen?