Mehr als 1.600 Verlage aus rund 40 Ländern nehmen an dieser wichtigsten Buchmesse für die spanischsprachige Welt teil. Nach Angaben der Veranstalter haben sich 16.000 Fachbesucher angemeldet, dazu kommen die Vertreter von literarischen Agenturen aus rund 20 Ländern.
Auch am deutschen Gemeinschaftsstand wird die wachsende Bedeutung der Buchmesse in Guadalajara deutlich: zwölf Vertreter von deutschen Verlagen haben sich persönlich auf den Weg gemacht, um vor allem den Kontakt mit lateinamerikanischen Kunden zu pflegen. Immer mehr lateinamerikanische Verlage suchen im Rechtegeschäft den direkten Kontakt mit den Kollegen aus Europa und sind nicht länger gewillt, den nach wie vor dominierenden spanischen Verlagen die weltweiten spanischsprachigen Übersetzungsrechte zu überlassen.
Neben dem Rechtegeschäft mit Lateinamerika steht bei der Buchmesse in Guadalajara traditionell die Literatur im Mittelpunkt: 300 Autoren darunter Nobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez, Fernando del Paso, Carlos Fuentes und Jostein Gaarder haben sich angekündigt. In rund 650 Veranstaltungen rund um Literatur und Lesen geht es aber auch um Zukunftsfragen der Branche ebenso wie in Deutschland sehen sich auch die lateinamerikanischen Verlage dem Digitalisierungsfeldzug Googles gegenüber und such nach Antworten zu Themen wie Copyright, Leseförderung und Vertriebsstrukturen.
Die Buchmesse in Guadalajara endet am Sonntag, 2. Dezember.