EK/servicegroup bereitet sich vor

Corona-Krise: Exit-Plan für Einzelhandel

15. April 2020
von Börsenblatt Online
Die Händlergemeinschaft EK/Servicegroup hat sich Gedanken über die erwartete Übergangsphase nach dem Shutdown gemacht − und einen Exit-Plan für den Einzelhandel gestaltet.

Die EK/servicegroup hat diesen Exit-Plan gemeinsam mit ihren Händlern entworfen, um für den Fall einer Lockerung des gegenwärtigen Shutdowns vorbereitet zu sein. Den Exit-Plan habe man unter anderem an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), den Handelsverband Deutschland (HDE) sowie die Handelsverbände der Bundesländer übergeben, heißt es in einer Mitteilung. 

"Wir stehen grundsätzlich hinter den Entscheidungen der Bundesregierung. Als Verbundgruppe mit 4.000 Händlern ist es allerdings unsere Verantwortung, ein plausibles Übergangsszenario für den Einzelhandel nach dem Shutdown mitzugestalten", so der EK-Vorstandsvorsitzende Franz-Josef Hasebrink zur aktuellen Initiative.

Dabei habe man konkrete Aktivitäten und Vorgehensweisen festgehalten, die die Wiedereröffnung der Geschäfte im Rahmen der Anordnungen der Bundesregierung beschleunigen könnten. Dazu wurden von der EK die eigenen Handelspartner und die Mitglieder ihrer Kooperationspartner zur Teilnahme an einer Online-Umfrage aufgerufen.

  • Die Händler plädieren darin für eine schrittweise Öffnung der Einzelhandels-Geschäfte und schlagen dafür strenge Selbstauflagen vor.

Der auf Basis der Umfrageergebnisse erstellte Maßnahmen-Katalog enthalte elf Kapitel mit sehr konkreten Regelungen etwa zu Themen wie Zugangskontrolle und Hygienemaßnahmen (hierfür sorge das "Einlasspersonal"), kontaktloser Kassenbereich, eingeschränkte Öffnungszeiten.

Materialien für Läden

Parallel dazu stellen die Ostwestfalen entsprechende Materialien für den Handel bereit. Dazu zählen notwendige Hilfsmittel für die Ladenausstattung wie Hustenschutz und Desinfektionsstationen genauso wie Bodenaufkleber für eine Abstandsregelungkontaktlose Bezahlmöglichkeiten am POS oder individualisierbare Informationstafeln für das Geschäft beziehungsweise entsprechende Banner für den Online-Auftritt.

"Wir sind auf ein mögliches Ende des Shutdowns vorbereitet. Im Vordergrund steht aber bei allem wirtschaftlichen Druck im Handel immer die Gesundheitsfürsorge für Kunden und Mitarbeiter, die wir mit unserem umfassenden Maßnahmen-Katalog in den Fokus nehmen", setzt EK Vorstandsmitglied Susanne Sorg weiterhin eindeutige Prioritäten.