Vor zwei Jahren hatte der Stadtrat die Entscheidung der Jury für Peter Handke kritisiert - ebenso wie weite Teile des Feuilletons. Daraufhin hatten die Literaturkritikerin Sigrid Löffler und der Pariser Literaturprofessor Jean-Pierre Lefèbvre haben ihren Austritt aus der Jury erklärt.
Offenbar hat es nun bei der Bekanntgabe des neuen Jury-Mitglieds Bernhard Schlink eine Panne gegeben - die Mitteilung der Stadt sei herausgegangen, bevor Schlink zugestimmt habe, meldet die "Rheinische Post" in ihrem Online-Dienst. Inzwischen soll Schlink sich aber bereit erklärt haben.
Der Jury gehören dann die folgenden 13 Mitglieder (bisher 12) an: Oberbürgermeister Joachim Erwin (Vorsitzender), Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, der Leiter des Heinrich-Heine-Institutes, Joseph A. Kruse, der Rektor der Heinrich-Heine-Universität, Alfons Labisch sowie je ein Mitglied der vier Ratsfraktionen aus dem Kulturausschuss. Die Heinrich-Heine-Gesellschaft entsendet als ihren Vertreter den
Schriftsteller Bernhard Schlink. Hinzu kommen vier weitere
Fachjuroren: Neu gewählt wurden Literaturprofessorin Birgit Lermen und der Wissenschaftler und Publizist Gerhard Höhn; sie lösen die beiden früheren Jury-Mitglieder Sigrid Löffler und Jean-Pierre Lefebvre ab. Julius Schoeps und Christoph Stölzl bleiben wie bisher Mitglied der Jury.
Der Heine-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Er wird traditionell am 13. Dezember, dem Geburtstag von Heinrich Heine, verliehen.
Die Kommentare sind nur für registrierte Benutzer sichtbar. Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben.