Die Sortimenter zeigten sich überzeugt von den Recherche- und Präsentationsmöglichkeiten von Plattformen wie libreka!. Sehr kontrovers diskutiert wurde hingegen, wie genau der Vertrieb von elektronischen Inhalten organisiert sein soll. Reicht eine technische Plattform, die lediglich den Hintergrund für einzelne Websites von Buchhandlungen bildet? Oder muss man das Angebot bündeln, als Gegengewicht zu den großen Online-Playern, so wie es bei libreka! der Fall ist?
Genau letzteres fordern die Verlage, die ein enormes Potential im Vertrieb von E-Content sehen, aber auch sehr konkret eine Monopolbildung befürchten. In der Diskussion zeigte sich zudem, dass bei den Verlagen in Sachen E-Commerce durchaus Handlungsbedarf besteht: Von der Datenaufbereitung über die Rechteklärung bis hin zur Preisfindung sind bei den Verlagen noch viele Fragen offen.
Die Zeit wird knapp: Das Zeitfenster, um die vielfältigen Strukturen des Buchhandels auf den E-Content-Markt zu übertragen, könnte sich schnell schließen. Die Gefahr, dass große Online-Player den Markt monopolisieren wächst umso mehr, je länger Verlage und Sortimenter brauchen, um eigene Angebote an den Start zu bringen.
Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihre Diskussionsbeiträge.
Ihr Ronald Schild
Den Blog können Sie
hier als RSS-Feed abonnieren!