GfK-Konsumklimastudie

Verbraucher stark verunsichert

24. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Explodierende Energiepreise, Rezessionsängste und Finanzmarktkrise sind laut GfK Schuld an den deutlichen Verlusten der Konjunktur- und Einkommensaussichten. Das Konsumklima prognostiziert für August einen Wert von 2,1 Punkten nach revidiert 3,6 im Juli - der niedrigste Wert seit Juni 2003.
Die Konjunkturerwartung musste laut GfK im Juli mit einem Minus von 15,5 Punkten erneut hohe Einbußen verkraften. Aktuell wird ein Wert von -8 Punkten gemessen. Zuletzt war im November 2005 ein ähnlich niedriger Wert zu verzeichnen. "Neben der hohen Inflation fürchten viele Bundesbürger offenbar, dass sich die Konjunktur in Deutschland spürbarer abkühlen dürfte als bislang erwartet", teilt die GfK mit. "Die Furcht vor weiteren Kaufkraftverlusten infolge der Inflation drückt auch auf die Kauflaune der Verbraucher", analysiert die GfK. Die Anschaffungsneigung verliert im Juli 2,5 Punkte und weist nun -26,2 Zähler auf. Im Vorjahresvergleich betragen die Verluste gut 35 Punkte.