E-Book-Preise

EU-Razzien: "Akt der Feindseligkeit"

24. März 2011
Redaktion Börsenblatt
Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand hat die Razzien der EU-Kommission in fünf französischen Verlagshäusern und beim französischen Verlegerverband SNE als "unverhältnismäßig" kritisiert. Es handele sich um einen "Akt der Feindseligkeit" ohne Vorbild, zitiert ihn der "Bookseller".

Verleger-Präsident Antoine Gallimard wies noch einmal auf die Koinzidenz der Durchsuchungen und der Beratungen zum Gesetz über gebundene E-Book-Preise hin. Den Vorwurf verbotener Preisabsprachen wies er zurück. Es gebe echten Wettbewerb unter den Verlagen. Branchenvertreter vermuten, dass die EU-Kommissare E-Book-Verträge mit Online-Händlern (wie Amazon) auf wettbewerbswidrige Formulierungen hin abklopfen. In Leipzig war zu hören, dass auch ein deutscher Presseverlag Besuch aus Brüssel bekommen habe. Wogegen sich die Vorwürfe im Einzelnen richten, sei aber immer noch unklar.