Landesverbands Baden-Württemberg

Mitglieder entscheiden über die Zukunft

30. März 2011
Redaktion Börsenblatt
Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai in Stuttgart stellen die baden-württembergischen Mitglieder die Weichen für die Zukunft ihres Landesverbands.

Zwei Möglichkeiten stehen nach Mitteilung des Verbands zur Wahl:

  • die Beibehaltung eines selbständigen Landesverbands bei gleichzeitiger Beitragssenkung um zehn Prozent
  • oder die Fusion des Landesverbands mit dem Bundesverband.

Über das Für und Wider kann diskutiert werden - im Forum „Hauptversammlung Ba-Wue“ auf Mein Börsenverein und auf boersenblatt.net. Als Diskussionsgrundlage veröffentlichen wir auf boersenblatt.net am morgigen Donnerstag die beiden Vorschläge  "Beitragssenkung bei gleichzeitiger Beibehaltung der Selbstständigkeit" und "Fusion Landesverband – Börsenverein".

Die zum Beschluss vorliegenden Vorschläge sind das Ergebnis der Arbeit einer Strukturkommission, die von der Hauptversammlung 2010 eingesetzt worden war,

  • um die Auswirkungen des Strukturwandels auf den Landesverband zu prüfen
  • und Perspektiven der zukünftigen Verbandsorganisation zu erarbeiten.
  • Vorrangiges Ziel der Kommission war es, die Belastung der Mitgliedsfirmen durch Börsenvereinsbeiträge zu senken.

Nach Mitteilung des Verbands stimmten für die Beibehaltung eines selbständigen Landesverbands bei Senkung der Mitgliedsbeiträge um zehn Prozent innerhalb der Kommission der Vorstand und zwei weitere Mitglieder. In der Begründung des Beschlussantrags heißt es dazu: „(...) der Vorstand ist der Überzeugung, dass Baden-Württemberg (...) einen leistungsstarken eigenständigen Landesverband braucht. Dazu gehört ein breit gefächertes Angebot für die Mitglieder ebenso wie eine auf die Bedürfnisse vor Ort ausgerichtete
Beratungskompetenz“. Die geplanten Einsparungen sollen bei diesem Antrag durch interne Umstrukturierungsmaßnahmen erreicht werden.

Zwei Kommissionsmitglieder waren der Mitteilung zufolge für den zweiten Vorschlag, der eine Fusion des Landesverbands bei gleichzeitiger Aufgabe der Selbstständigkeit befürwortet. Kritisiert wird in diesem Antrag die bisherige Doppelstruktur, die „unproduktive Verwaltungskosten“ erzeuge und doppelt geleistete Arbeit zur Folge habe. Die Befürworter des Antrags errechnen bei einer Fusion von Landes- und Bundesverband
ein Einsparungspotenzial von 270.000 Euro auf Landesebene.