China

Klaus-Dieter Lehmann fordert Freilassung von Ai Weiwei

4. April 2011
Redaktion Börsenblatt
Der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann zeigt sich bestürzt über die Festnahme des chinesischen Künstlers Ai Weiwei auf dem Pekinger Flughafen am Sonntagmorgen.
Wie die Presseabteilung des Goethe-Instituts mitteilte, war Lehmann zur Eröffnung der Ausstellung "Kunst der Aufklärung" in der Delegation des deutschen Bundesaußenministers Westerwelle in Peking. Gerade in diesem Zusammenhang sehe er die Verhaftung als besonders harte und unverständliche Reaktion: "Die willkürliche Verhaftung und die Weigerung, Gründe dafür anzugeben und den derzeitigen Aufenthaltsort nicht zu nennen, sind auch nach chinesischem Recht ein klarer Verstoß. Ich habe am Freitag, dem 1. April, noch mit Ai Weiwei in seinem Pekinger Atelier gesprochen. Ich bin zu ihm gegangen, weil er nicht zur Ausstellung "Kunst der Aufklärung" der drei Museen Berlin, Dresden und München eingeladen war. Ai Weiwei ist ein langjähriger Freund des Goethe-Instituts."

Klaus-Dieter Lehmann weist darauf hin, dass China für 2012 ein Kulturjahr in Deutschland vorbereitet. "Er ist der Auffassung, dass eine Verhaftung oder gar Verurteilung Ai Weiweis für eine solche Veranstaltung in Deutschland katastrophale Folgen haben wird und fordert mit Nachdruck die Freilassung von Ai Weiwei", so die Mitteilung des Goethe-Instituts.