Denn letztlich, so Gruß, gehe es bei den Debatten vor allem um die Höhe von Mitgliedsbeiträgen und um Geld schlechthin. Die Region Nord haben keine grundsätzlichen Einwände gegen eine Fusion, schließlich habe sie vor Jahren als erster Landesverband darüber mit dem Bundesverband beraten. "2005 hat sich die Mitgliederversammlung aber dagegen entschieden: Der Effekt war nicht groß genug."
Im Vergleich mit dem Landesverband NRW habe die Region Nord nie die Kosten gehabt, die in NRW wegfallen sollen, "andererseits bieten wir den Mitgliedern mehr individuelle Dienstleistungen.
Die werden durch eine Fusion nicht billiger." Die Verbandsgremien kosteten in der Region Nord prozentual ein Drittel weniger als in NRW. Für Pressearbeit und Verbandsmarketing habe NRW anteilig doppelt so viel
aufgewendet wie die Region Nord. "Das Kostenniveau der Region Nord hätte allein in diesen beiden Bereichen zu 90.000 Euro Einsparung in NRW geführt, auch ohne Fusion. Umgekehrt wendet die Region Nord anteilig rund die doppelte Arbeitszeit für individuelle Beratung von Mitgliedsunternehmen auf, vom Arbeitsrecht über Betriebswirtschaft und Schulbuch bis zum Urheberrecht. Individuelle Beratung wird durch Zentralisierung aber nicht billiger. Außerdem wächst die Bedeutung regionaler Nähe."
Im Falle einer Fusion von NRW mit dem Bundesverband werde der Vorstan der Region Nord ab 2012 Leistungen und Kosten beider Regionen vergleichen. "Die Entscheidung liegt dann bei Ihnen, welche Leistungen Sie zu welchen Kosten in welcher Struktur wünschen."