FAQ

Was ist Onpage-Optimierung?

5. Mai 2011
Redaktion Börsenblatt
Damit Ihre Seiten im Index der Suchmaschinen gefunden werden, müssen zu dem jeweiligen Suchwort auch relevante Inhalte auf der Seite zu finden sein. Und diese Inhalte auf der Seite sollten optimal für die Suchmaschinen aufbereitet werden. Das ist Onpage-Optimierung. Der Begriff bezeichnet alle Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, die Sie auf Ihrer eigenen Seite realisieren können. Im Gegenzug werden alle externen Maßnahmen, wie zum Beispiel das systematische Sammeln externer Links als "Offpage-Optimierung" bezeichnet.
Damit Sie nun mit den entsprechenden Suchworten auch gefunden werden, müssen diese Suchworte auch auf Ihren Seiten zu finden sein. Am besten sollte das entsprechende Stichwort auch nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach auf der Seite erscheinen. Ist doch klar: Eine Suchmaschine zeigt diejenigen Seiten, von denen sie annimmt, dass sie relevante Informationen zu dem Thema enthält. Folgende Punkte sind wichtig:
  • Das entsprechende Stichwort steht schon auf der Startseite
  • Auf der Startseite ist ein Link zu einer Seite mit speziellen Informationen zu dem Thema
  • Auf dieser Seite steht das Stichwort im Title
  • Das Stichwort taucht mehrfach in Überschriften auf
  • Von dem Stichwort ist recht häufig im Text die Rede
Und bevor Sie sich jetzt an die Arbeit machen und lauter computergenerierte Texte konstruieren, die die oben genannten Bedingungen erfüllen, seien Sie gewarnt. Tricks bringen nichts. Selbst wenn Ihre Agentur behauptet, dass das heute noch funktioniert: morgen ist die Technik weiter und sie werden erwischt. Und das heißt Strafe: Schon fliegen Sie ganz raus aus dem Index. Schon heute bewerten Suchmaschinen Webseiten danach, ob derjenige, der auf einen Link klickt, anschließend auch begeistert auf der Seite bleibt oder ob er sofort wieder zurückkommt zur Suchmaschine und nach dem gleichen Wort weitersucht. Sprich: Suchmaschinen messen anhand der Besucher, ob Ihre Seite wirklich in übersichtlicher Form die Informationen bereithält, die der Leser erwartet.  

Nun noch einmal das Wichtigste, was Sie beachten sollten: Je wichtiger das Suchwort auf Ihren Seiten ist, desto höher stuft Sie die Suchmaschine ein. Gemessen wird das zum Beispiel daran, ob das Suchwort im Domainnamen, im Namen einer Webseite (auch URL genannt) oder in deren Titel auftaucht. Auch daran, dass Worte am Textanfang oder in Überschriften auftauchen, merkt die Suchmaschine, dass Sie zu diesem Thema wohl etwas zu sagen haben. Kleiner Hinweis an die Techniker: Verwenden Sie keine H1-Überschriften, sondern besser H3. Wenn dann auch noch das Wort mehrfach auf der Webseite auftaucht, kann man davon ausgehen, dass diese für das entsprechende Suchwort relevant ist. Das Wort sollte aber auch wieder nicht zu häufig vorkommen, sonst wittert die Suchmaschine Betrug. Zwei bis drei Prozent Suchworthäufigkeit sind ein guter Mittelwert. Ihre Suchworte auf einer Seite auftauchen:
  • Im Hostnamen (Domain und Subdomains)
  • Im Dateinamen
  • Im Titel der Seite
  • In Überschriften
  • Mehrere Male im Text
  • In Alternativ-Texten von Bildern
Bevor Sie nun wie wild Inhalte von anderen Webseiten klauen - was übrigens verboten ist - noch ein Hinweis: Kopierte Inhalte halten die Suchmaschinen für ungefähr so relevant, wie Sie die Zeitung von gestern. Was gefragt ist, sind einmalige Inhalte - auf Englisch "Unique Content".

Ein wichtiges Thema, das oft vergessen wird, ist die Internet-Verlinkung. Auch da gilt das Beispiel der Zeitschrift: Je öfter innerhalb der Zeitschrift auf den Artikel verwiesen wird, desto relevanter wird er wohl sein. So ist es auch auf Websites: Wenn oft auf einen Beitrag verlinkt wird, steigt dessen Relevanz. Und ein kleiner, aber wichtiger Trick dabei: Der Hyperlink sollte nicht "mehr Info hier" oder so ähnlich heißen, sondern das Stichwort enthalten: "mehr zu Kindermode". Mit in das Thema interne Verlinkung gehört auch eine sauber gepflegte Sitemap. Diese wie viele Andere Informationen steht übrigens alles in den Autorenrichtlinien von Google: www.google.com/webmasters/tools
Google verrät selbst, wie Sie nach vorne kommen

Zum Abschluss noch ein paar Dinge, die die Suchmaschinen so garnicht lieben, weil diese Dinge die Roboter der Suchmaschinen behindern:
Verwendung von Frames
  • Dynamische Webseiten
  • Verwendung von Flash
  • Extrem langsame Server
  • Inhaltsverzeichnisse in JavaScript
  • Dynamische Seitenadressen mit Session-ID
  • Gesperrte Bereiche in der Datei robots.txt
  • Einschränkungen durch Meta-Tags
Zusammengestellt von: Torsten Schwarz, Herausgeber des Buches "Leitfaden Online-Marketing“ (Verlag: marketing-BÖRSE).