Alle Schriftzeichen hätten alle klare Linien und eine Ordnung, beginnend mit der phönizischen Bilderschrift – das Aleph (unser heutiges A) etwa ist ein stilisierter Rinderkopf. Spannend erklärte der Journalist das Pandämoniumsmodell, das ein Nervennetzwerk im Gehirn mit einem Dämon vergleicht: „Alle Dämonen (Nervennetzwerke) sitzen in einem Raum und schreien durcheinander. Einer sagt, „Das ist sicher ein R", die anderen überlegen, sagen, „Ja, ok, ist wohl ein R" und geben ihre Erkenntnisse an einen höheren Entscheidungsdämon weiter, der sagt: „Ok, ich glaube, es stimmt, dass das ein R ist."
Selbst bei einer wilden Mischung unterschiedlichster Schrifttypen „versuchen wir die „richtigen" Buchstaben herausfiltern. Oder wir versuchen, Wörter abzugleichen, etwa bei den Wörtern
wiederquargeln
oder Blechengelchen
Das Gehirn suche hier nach größeren Morphemeinheiten, die es jedoch ganz unterschiedlich identifizieren könne. Letztlich müsse es auch phnologisches Wissen mit einbeziehen: Im Englischen etwa klängen die Buchstaben ou in „tough" ganz anders als in „flour" und anders als in „tour". Gar nicht so einfach für die erstlesenden Schüler also. Eine wichtige Erkenntnis der Hirnforschung gab er den Verlagen mit auf den Weg: „Eine Zeile soll in drei Sekunden erfasst werden."