China

Ausreiseverbot für Liao Yiwu

10. Mai 2011
Redaktion Börsenblatt
Der regimekritische chinesische Schriftsteller Liao Yiwu darf nicht zu einem Literaturfestival im australischen Sydney reisen. Liao sei von den Behörden seines Heimatlandes mitgeteilt worden, dass er aus Sicherheitsgründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen könne, sagte der künstlerische Direktor des Sydney Writers´ Festivals, Chip Rolley.

Bei einer Podiumsdiskussion sollte Liao einen Vortrag über den wachsenden Einfluss Chinas und über die dortige Menschenrechtslage halten und aus seinen Werken vorlesen. Unter anderem wollte er das Gedicht „Massaker" vortragen, in dem er die Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz 1989 anprangert

 

Die chinesische Regierung hat Liao bereits in der Vergangenheit mehrmals mit einem Ausreiseverbot belegt. Seine Bücher sind in China verboten.