Ausland

Fnac weitet Geschäft an Flughäfen und Bahnhöfen aus

17. Mai 2011
Redaktion Börsenblatt
Die Fnac laufen Virgin Megastores den Rang ab und werden neuer Partner von Largardère. Schon im Sommer sollen in Frankreich die ersten sechs Läden unter dem Fnac-Label laufen. Der Multimedia-Filialist will damit seine Position im Segment der Bahnhofs- und Flughafenbuchhandlungen schnellstmöglich ausbauen.

Bereits zum Jahresende 2010 hatte die Partnerschaft von Largardère und Fnacs Konkurrentin Virgin ein Ende gefunden. Der neue Partner Fnac ist in sieben europäischen Ländern mit 150 Verkaufsstellen präsent (Belgien, Italien, Spanien, Brasilien und Schweiz), davon sind 81 Multimedia-Stores in französischen Städten.

Die Fnac und Lagadère teilten am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseerklärung mit, dass bereits im Sommer erste Filialen (maximal 350 Quadratmeter) eröffnet werden sollen. "Livres Hebdo" zufolge macht der Flughafen Orly sowie die Hauptbahnhöfe Paris-Ost, Montparnasse, Lyon und Marseille den Anfang. Über die genauen Eröffnungstermine gab es keine Angaben. Weitere Filialen in Spanien sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Währenddessen dreht sich das Personalkarussell bei Fnac unter Konzernchef Alexandre Bompard weiter, wie "Livres Hebdo" berichtete. Bompard hatte selbst erst im Januar seinen Posten angetreten und seitdem einen personellen Umbau der Führungspositionen betrieben. So wurde etwa unter Charles Bianchi die kaufmännische Leitung zentralisiert. Ihren Hut nehmen muss nun auch die Leiterin des Buch-Geschäfts Marie-Pierre Sangouard, die erst 2008 vom ehemaligen Konzernchef Christoph Cuvillier ins Boot geholt wurde. Im Sommer wird sie den Konzern verlassen.

In einer Stellungnahme gegenüber "Livres Hebdo" verriet Sangourd, dass eine Reihe weiterer Abgänge bevorstehe. Was hingegen die Mitarbeiter in den Filialen betrifft, vermeldete Lagadère Service, dass der Sozialplan eine vollständige Übernahme der Mitarbeiter vorsehe. Eine Änderung der Mitarbeiterzahl sei trotz des Wechsels des Geschäftspartners nicht geplant. Damit trat der Konzern möglichen Gerüchten von Stellenstreichungen bereits im Vorfeld entgegen.