GfK-Konsumklimastudie

Inflation und Schuldenkrise dämpfen Konsumlaune

26. Mai 2011
Redaktion Börsenblatt
Die steigende Inflation und die Schuldenkrise in Europa haben die Kauflaune der Deutschen den dritten Monat in Folge gedrückt. Das für Juni berechnete Konsumklima-Barometer fiel von 5,7 auf 5,5 Punkte.

"Das ist der niedrigste Stand in diesem Jahr", teilte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit. Die 2000 befragten Verbraucher rechnen mit einer schwächeren Konjunktur und schlechteren Einkommensaussichten. Das Geld für größere Anschaffungen sitzt deshalb nicht mehr so locker wie bisher. Trotzdem sagen Experten voraus, dass die Konsumausgaben in diesem Jahr so stark zulegen werden wie zuletzt 2000.

Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher müssen im Mai Einbußen hinnehmen. Mit einem Minus von 1,2 Punkten fallen die Verluste jedoch bescheiden aus. Aktuell weist der Indikator einen Wert von 46,1 Punkten auf. Dies ist im Vorjahresvergleich ein deutliches Plus von mehr als 42 Zählern.

Die deutsche Wirtschaft verspürt gegegen derzeit starken Rückenwind. Im ersten Quartal 2011 lag das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben den Statistischen Bundesamts 5,2 Prozent höher als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies ist der stärkste Zuwachs seit der Wiedervereinigung.