Und dass dieses Konzept aufzugehen scheint, belegen die Rückmeldungen der Auszubildenden. Für Franziska Meerbach, Auszubildende bei der Ravensburger AG, bot sich hier „eine spannende Gelegenheit, von echtem Hintergrundwissen und langjährigen Erfahrungswerten zu profitieren“. Ihr Kurskollege Maximilian Renwick, Auszubildender bei Springer Fachmedien, hebt die vielen anschaulichen Beispiele hervor und Ina Stößel, Auszubildende bei den Ullstein Buchverlagen, ergänzt: „Wir haben einen sehr guten Einblick in die Arbeitsschritte der Cover-Gestaltung erhalten.“
Der Referent des Tages, Manfred Walch, ist bei den S. Fischer Verlagen im Bereich Marketing für die Kreation und Produktion der Umschläge verantwortlich. Er hatte die Auszubildenden auf eine Zeitreise mitgenommen und gemeinsam mit ihnen untersucht und erarbeitet, wie sich die Gestaltung der Bücher in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, wie Moden und technische Möglichkeiten die Gestalter beeinflussen. Dabei standen selbstverständlich auch die Leistung eines Umschlags sowie seine Auswirkungen auf die verschiedenen Zielgruppen im Blickpunkt. Abgerundet wurde dies durch die detaillierte Untersuchung der jeweiligen Prozesse im Unternehmen – vom Briefing und den ersten Marketing-Überlegungen bis zur Entstehung der Entwürfe und zu den einzelnen technischen Produktionsschritten. Für Walch ist gerade auch die Einschätzung und Analyse der Auszubildenden ausgesprochen interessant: „Durch den historischen Bogen lernen die jungen Leute den aktuellen Status einzuschätzen und zu bewerten – und ich reflektiere damit immer wieder auch meine eigene Arbeit und lerne die Sichtweise der nachfolgenden Generation kennen.“
Monika Kolb-Klausch, Geschäftsführerin des mediacampus frankfurt, bestärkt: „Gerade auch die Mischung macht den Erfolg dieses praxisnahen Lernens aus. Berufserfahrung und Fachkompetenz begegnen neuen Sichtweisen und vielfältigen Interessen. Die Auszubildenden unserer Kurse kommen aus sehr unterschiedlichen Verlagen und bringen daher eine Fülle an Eindrücken und Ansätzen in die gemeinsame Arbeit ein. Die Bandbreite der Unternehmen reicht beispielsweise im aktuellen Berufsschullehrgang von ganz großen Fachverlagsgruppen wie Springer Fachmedien oder Thieme bis hin zu Hogrefe oder auch dem kleinen, sehr spezialisierten Verlag Neue Erde. Häuser wie dtv, Rowohlt, Suhrkamp und Ullstein sind ebenso vertreten wie Carlsen oder Ravensburger. Diese zahlreichen Blickwinkel helfen, die Vielfalt der Branche zu begreifen und sich selbst sowie das eigene Unternehmen im Gesamtbild zu positionieren.“