Bereits auf der Cebit 2011, die Anfang März in Hannover stattfand, hatte die Telekom das Pilotprojekt zu ihrem "Online-Kiosk" PagePlace vorgestellt. Nach einer ersten Testphase, in der die digitalen Verlagsprodukte auf PagePlace lediglich für iPhone, iPod Touch, iPad und Desktop Client auf Windows verfügbar waren, ist nun der Zugriff auch mit Androids möglich.
„Nach der Testphase lösen wir nun mit der Android-App unser Versprechen ein, PagePlace für Leser geräteunabhängig zur Verfügung zu stellen“, äußerte sich Thomas Kiessling, Chief Product & Innovation Officer der Deutschen Telekom AG. „Unser erstes Etappenziel haben wir damit jetzt erreicht, aber das ist nicht alles: Nun gilt es, das Angebot in diesem extrem dynamischen Markt bekannt zu machen und es gemeinsam mit unseren Verlagspartnern attraktiv zu gestalten“, so Kiessling weiter.
Nach Unternehmensangaben sollen somit ab Juli rund 40.000 digitale Bücher, 450 Magazine und 50 Zeitungen für PCs und mobile Endgeräte wie Tablets, Smartphones und PCs verfügbar sein - Tendenz steigend. Nach Unternehmensangaben konnten viele weitere Verlagspartner hinzugewonnen werden, wie etwa Hubert Burda Media, der Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, der Jahreszeiten Verlag und der Bauer-Verlag. Zentraler Partner und E-Booklieferant für die Telekom ist die Distributionsplattform libreka!, die von der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH betrieben wird. Ab Juli soll auch das Abonnement von E-Journals und Tageszeitungen möglich sein. Schwerpunkt bilden dabei regionale Zeitungen und Wochenmagazine für den Raum Bayern und Baden-Württemberg, neben dem "Handelsblatt" können User auch die "Zeit" oder die "Süddeutsche Zeitung" beziehen.
Die Verwaltung der Inhalte, die in Form eines Bücherregals auf dem Endgerät angezeigt werden und somit jederzeit verfügbar sind, erfolgt über die Benutzeroberfläche auf
pageplace.de. Der digitale Content, egal ob E-Book oder die E-Journalausgabe der "Süddeutschen", kann auf bis zu fünf Endgeräte geladen werden. Setzt ein Leser auf einem Endgerät ein Lesezeichen, erfolgt die Synchronisation aller Endgeräte automatisch. Eine selbstbewusste Kampfansage sendet die Telekom auch an ihren Konkurrenten Apple: "Unser Vorteil gegenüber Apple ist, dass wir endgerätunabhängig sind", so eine Unternehmenssprecherin.
Die Bezahlung der digitalen Inhalte erfolgt über den Bezahldienst ClickandBuy, Paypal oder per Kreditkarte. Die 24,7 Millionen Festnetzkunden und 34,7 Millionen Mobilfunkkunden des Unternehmens können außerdem über ihre Telekom-Rechnung bezahlen. Wieviele Kunden das Onlineangebot an digitalen Inhalten bisher nutzen, darüber machte das Unternehmen bisher keine Angaben.
Wie die Telekom außerdem mitteilte, handelt es sich bei PagePlace um ein "klimaneutrales Angebot": PagePlace hat von First Climate, einem im europäischen Emissionshandel tätigen Unternehmen, das "Klimaneutral-Zertifikat" erhalten. "Damit wurde bestätigt, dass alle durch den Betrieb der Plattform entstehenden CO2-Emissionen durch zusätzliche Investition in ein hochwertiges Klimaschutzprojekt 'Biomasse-Energie in Brasilien' ausgeglichen wurden“, so die Telekom.