Wettbewerb Jugendbibliotheken

Touchscreen und Raumschiff-Assoziationen

22. Juni 2011
Redaktion Börsenblatt
Unter dem Motto "medien(t)räume: raumvisionen" hat ekz.bibliotheksservice einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung einer Jugendbibliothek veranstaltet. Die Preisverleihung fand im Juni im Rahmen des 100. Deutschen Bibliothekartags in Berlin statt.
Zum Ideenwettbewerb waren Architekten, Innenarchitekten, Designer, Studenten und Planer eingeladen, Entwürfe für "neue unkonventionelle Räume" vorzulegen, so die Preisgeber. Die Entwürfe sollten eine Atmosphäre schaffen, die zum Verweilen einlädt, das Interesse von Jugendlichen weckt und ihnen den Zugang zur "Wissenswelt Bibliothek" ermöglicht. Das Raumkonzept galt es am Beispiel der Jugendbibliothek der Stadtbibliothek Leipzig mit einer Größe von 180 Quadratmetern zu entwickeln. Rund 140 Wettbewerbsarbeiten wurden eingereicht und eine Jury – bestehend aus Architekten, Bibliothekaren sowie Medienexperten – wählte die drei Preisträger aus.

Der erste Preis (dotiert mit 5.000 Euro) ging für ihre "Medienträume" an Janka Riedel aus Hamburg, Annika Ehmsen und Gerrit Hoffschulte aus Kiel. "Ihr gemeinsamer Entwurf überzeugt durch einen visionären Blick auf eine Jugendbibliothek des 21. Jahrhunderts. Das traditionelle Bibliotheksbild wird durch eine gelungene Verknüpfung von Alt und Neu, von Real und Virtuell entscheidend modernisiert", heißt es in der Pressemitteilung.

Mit "Stellwerk" belegten Felix Amtsberg aus Graz und Johannes Hartmann aus Hamburg den zweiten Platz (3.000 Euro). Traditionelle Regalsysteme werden durch ein von der Decke hängendes tropfenförmiges Modulsystem ersetzt, das funktional sowohl dem Verweilen und Arbeiten ("Lesenester") als auch der Medienpräsentation ("Büchertropfen") dient. Auf den dritten Platz (2.000 Euro) kam Ralf Schubert aus Koblenz mit "Lamorph", der ein "modulares, funktional-ästhetisches und individuelles Konzept im futuristischen Stil" vorlegte.

Die ekz.bibliotheksservice GmbH ist ein Komplettanbieter für Bibliotheken im deutschsprachigen Raum. Auf Initiative von Bibliothekaren wurde die ekz 1947 als ein Wirtschaftsunternehmen von Gebietskörperschaften gegründet. Die ekz ist Mitglied im Dachverband "Bibliothek und Information Deutschland", Fördermitglied des Deutschen Bibliotheksverbandes und seit ihren Gründungstagen Mitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.