"Rafik Schamis Bücher sind geprägt vom jahrzehntelangen Verlust der Heimat. Die großen mündlichen Erzähltraditionen, die Schami pflegt und in die westliche Tradition des gedruckten Buchs übersetzt, sind immer spürbar gebrochen durch die Exilsituation, in der sie entstehen. Das macht sie im Jahr des arabischen Aufstandes unerhört aktuell", sagt Kultusministerium Doris Ahnen. Diese Aktualität sei auch in der Erzählung „Die Narbe des Hammels“ zu spüren.
„Es ist klar, dass der Glaser-Preis Rafik Schami gebührt, seine Geschichte ist zwar recht schlicht erzählt, aber sie lebt von ihrem starken Stoff: der Ohnmacht eines Jungen in einem totalitären Staat, in dem sich die Machtverhältnisse in jeder Institution widerspie-geln, der aber mit kluger kindlicher List einen Ausweg findet“, meinte Jury-Mitglied Meike Fessmann.
Der Georg-K.-Glaser-Preis wird gemeinsam vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und dem Südwestrundfunk (SWR) verliehen. Kulturstaatssekretär Walter Schumacher wird zusammen mit SWR-Landessenderdirektorin Simone Sanftenberg den Preis am 13. September überreichen.