Der EU-Literaturpreis wird dieses Jahr zum dritten – und vorerst letzten Mal – an Autorinnen und Autoren aus insgesamt 35 Ländern ermittelt. Gewählt wird jeweils ein Kandidat pro Land – 12 werden final ausgezeichnet. Am 28. November werden die Gewinner des Jahres 2011 in einer offiziellen Zeremonie in Brüssel (Hotel Le Plaza, 19.00 Uhr) durch Androulla Vassiliou – EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Jugend, Multilingualismus – geehrt. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt bereits im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.
Mit dem Literaturpreis der Europäischen Union soll der Bekanntheitsgradeuropäischer Autorinnen und Autoren außerhalb ihres Heimatlandes gesteigert werden. Jeder Gewinner erhält 5.000 EUR und ihre Bücher werden im Rahmen des EU-Förderprogramms für literarische Übersetzungen vorrangig behandelt. Die Arbeiten von sieben der zwölf Preisgewinner des Vorjahres wurden bereits übersetzt. Darüber hinaus profitieren die Preisträger von anderen Fördermaßnahmen, darunter auch von Werbung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Er wird mithilfe des Programms “Kultur” der Europäischen Union finanziert, das vor allem drei Ziele anstrebt: die grenzüberschreitende Mobilität von Kulturakteuren; die grenzüberschreitende Verbreitung kulturellen und artistischen Schaffens; die Förderung des interkulturellen Dialogs.
Modalitäten
Der Europäische Buchhändler-Verband (European Booksellers Federation – EBF), der Europäische Autoren-Rat (European Writers' Council - EWC) und der Europäische Verleger-Verband (Federation of European Publishers - FEP) sind als das von der Europäischen Kommission beauftragte Konsortium gemeinsam verantwortlich für die Aufstellung der nationalen Juries und für die praktische Organisation der Preisverteilungszeremonie.
In den drei Jahren (2009-2011) werden Juries aus elf oder zwölf der 35 am EU-Kultur-Programm teilnehmenden Ländern jeweils ein aufstrebendes Talent im Bereich Belletristik in ihrem Land küren.