Wie der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) in seinem Konjunkturtelegramm weiter mitteilt, werden vor allem die Auftragsbestände im Vormonat werden im Juli mit minus 27 Prozent deutlich schlechter beurteilt. Und der Abstand zur Geschäftslagebeurteilung der Gesamtindustrie beträgt nun 66 Prozentpunkte. In der Gesamtindustrie werde die Geschäftslage damit wesentlich besser eingeschätzt. Das entspräche zwar im Juli einem typischen Saisonmuster, aber so groß wie diesen Monat seien die Abstände noch nie gewesen.
Ungefähr 40 Prozent der befragten Druckereien sind nach den Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests im Auslandsgeschäft tätig, so die bvdm-Mitteilung. Ihre Beurteilungen der Auslandsaufträge hätten sich seit März kaum verändert und sind mit minus 8 Prozent unverändert schlecht.
Das Geschäftsklima rutscht für das nächste Quartal wegen der verschlechterten Einschätzungen zur Geschäftslage mit minus 1 Prozent wieder unter die Nulllinie. Die Erwartungen der befragten Druckerein für das Auslandsgeschäft seien mit 7 Prozent der Antwortsalden nahezu unverändert.
Die Geschäftserwartungen für das nächste Halbjahr sind laut ifo-Konjunkturtest allerdings weiterhin positiv und liegen unverändert bei plus 21 Prozent, wobei 32 Prozent der Druckunternehmer eine Verbesserung der Geschäftslage in sechs Monaten erwarten, 11 Prozent eine Verschlechterung und 57 Prozent keine Veränderung. Im gleichen Vorjahresmonat lagen die Erwartungen bei plus 19 Prozent.
bvdm-Konjunkturtelegramm
27. Juli 2011
Die Druckindustrie schätzt die aktuelle Geschäftslage im Juli mit minus 21 Prozent bei den Antwortsalden ein – um das Dreifache unter dem Vormonatswert und damit im dritten Monat negativ. Für das nächste Halbjahr bleiben die Geschäftserwartungen jedoch positiv.