E-Books

Apple und fünf US-Verlage wegen Preisabsprachen verklagt

10. August 2011
Redaktion Börsenblatt
Gegen Apple sowie die Verlage HarperCollins Publishers, Hachette Book Group, Macmillan Publishers, Penguin Group und Simon & Schuster liegt eine Sammelklage vor. Wie die in Seattle ansässige, auf Verbraucherschutzfragen spezialisierte Kanzlei Hagens Berman mitteilt, wird ihnen vorgeworfen, über das so genannte Agency-Modell illegal die Preise für E-Books festgesetzt zu haben.

Apple und die fünf Verlage würden die Preise für E-Books in die Höhe treiben, um ihre Gewinne zu steigern und den E-Book-Rivalen Amazon zu zwingen, seine Niedrigpreispolititk aufzugeben. Amazon verkauft E-Books für den Publikumsmarkt bisher zu Preisen von maximal 9,99 Dollar (rund sieben Euro).

Das Agency-Modell, nach dem die beschuldigten Verlage ihre E-Books verkaufen, sieht vor, dass die Produzenten die Endverkaufspreise für die E-Books selbst festlegen und den Online-Händlern eine Provision für jeden Verkauf zahlen. Die Provision beträgt in der Regel 30 Prozent des Verkaufspreises. 

Bei den Klägern handelt es sich um zwei Privatpersonen, Anthony Petru und Marcus Mathis, die in mindestens einem Fall Bücher bei Amazon zu einem Preis von mehr als 9,99 Dollar gekauft haben sollen, nachdem Amazon für diese Titel auf Geheiß der Verlage das Agency-Modell übernommen hatte.