Mietpreisentwicklung

Mietpreise in 1a-Lagen ziehen an

20. September 2011
Redaktion Börsenblatt
Das Immobilienberatungs- und -dienstleistungsunternehmen Jones Lang LaSalle erwartet für das zweite Halbjahr 2011 eine Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends bei den Mieten für Einzelhandelsflächen in 1a-Lagen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum notiert Jones Lang LaSalle einen durchschnittlichen Anstieg um 2,6 Prozent.

Verglichen mit den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 liegt der Zuwachs bei 1,2 Prozent. Damit setzt sich der Aufwärtstrend nun im dritten Halbjahr in Folge fort. Von den insgesamt 185 untersuchten Städten weise rund ein Drittel gegenüber dem zweiten Halbjahr 2010 Mietzuwächse auf, teilt das Unternehmen mit. 60 Prozent der Standorte zeigen gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabile Mieten. In sieben Prozent der Standorte erwartet Jones Lang LaSalle Mietrückgänge. Im bundesweiten Durchschnitt liegt die monatliche Spitzenmiete mit 60,10 Euro pro Quadratmeter erstmals seit 1995 wieder oberhalb der Marke von 60 Euro je Quadratmeter. Im 10-Jahres-Vergleich gegenüber 2002 notiert Jones Lang LaSalle einen durchschnittlichen Mietpreisanstieg um fast fünf Prozent.
 
Doris von Muschwitz, Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle: "Die Flächennachfrage in Deutschlands Einkaufsmeilen ist weiterhin sehr hoch und erhält durch das Interesse der ausländischen Akteure zusätzlichen Schub. Naturgemäß hängt die Nachfrage jedoch unmittelbar von der Entwicklung der Einzelhandelsumsätze ab. Sollte sich in dieser Hinsicht Unsicherheit einschleichen, werden auch das Ausmaß und die Dichte der Nachfrage nach Ladenlokalen zurückgehen. Für das zweite Halbjahr erwarten wir jedoch eine ungebremste Nachfrage nach erstklassigen Standorten. Noch stärker als bisher schon wird diese ganz gezielt auf die großen Metropolen abzielen. Bei der Entwicklung der Mieten deutet sich unter den derzeitigen Vorzeichen für das nächste Jahr eine Stabilisierung auf hohem Niveau ab."
 
Für die Top 10 prognostiziert Jones Lang LaSalle im 2. Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum an acht von zehn Standorten steigende Ladenmieten. Unangefochtener Spitzenreiter ist München mit bis zu 320 Euro pro Quadratmeter. Frankfurt hält seinen Vorsprung gegenüber den weiteren Metropolen und platziert sich mit bis zu 280 Euro je Quadratmeter auf Rang 2. In Düsseldorf und Hamburg erwartet Jones Lang LaSalle jeweils Spitzenmieten bis 250 Euro, Berlin folgt mit maximal 240 Euro, Stuttgart und Köln belegen mit 235 bzw. 230 Euro pro Quadratmeter die Ränge 6 und 7. Dortmund folgt mit einer leicht auf 220 Euro gestiegenen Spitzenmiete. Die Toplagen in Hannover erreichen, ebenfalls mit leichtem Plus, bis zu 185 Euro pro Quadratmeter. Münster unterstreicht mit konstanten Spitzenmieten bis 155 Euro pro Quadratmeter einmal mehr seine Ausnahmestellung als bei weitem kleinste Stadt unter den Top 10. Auch die weiter gefasste Top 50-Spitzengruppe zeigt einen Aufwärtstrend. Jede zweite Stadt dieser Gruppe lasse steigende Mieten erwarten, teilt Jones Lang LaSalle mit. Im Mittel seien die Mietpreise in den ostdeutschen Städten ohne Berlin um vier Prozent angestiegen. Spitzenreiter ist Leipzig mit 115 Euro pro Quadratmeter.

Mehr Informationen zur Prognose im Anhang oder hier.