Bilanz Bertelsmann AG

RTL bleibt Zugmaschine, Random House rückläufig

3. Juli 2015
von Börsenblatt
Bertelsmanns Buchverlage schwächeln: Random House verbuchte 2011 einen Einnahmerückgang von 1,8 auf rund 1,7 Milliarden Euro, der Gewinn fiel auf ca. 165 (Vorjahr: 173) Millionen Euro. Das berichtet das "Manager Magazin" in seiner Online-Ausgabe.
Vorläufigen Berechnungen zufolge soll der Umsatz des Medienunternehmens danach im vergangenen Jahr nur um etwa zwei Prozent auf rund 16 (Vorjahr: 15,79) Milliarden Euro gestiegen sein, der Netto-Gewinn mit 650 Millionen Euro knapp das Vorjahresniveau (656) erreicht haben. Laut manager-magazin.de konnten die wirtschaftlichen Schulden (Vorjahr: 4,9 Milliarden Euro) um knapp 200 Millionen Euro abgebaut werden. Die Umsatzrendite, gemessen am Operating Ebit (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen), liege auch 2011 bei über zehn Prozent.

Der mit Abstand wichtigste Geschäftsbereich bleibt die RTL Gruppe: Der größte europäische Fernsehkonzern soll seinen Umsatz um rund 80 Millionen auf etwa 5,7 Milliarden Euro erhöht und das Operating Ebit nahe dem Vorjahreswert von 1,1 Milliarden Euro (2010) gehalten haben. Zu den nominellen Gewinnern des vergangenen Geschäftsjahres gehörte auch die Dienstleistungssparte Arvato: Ihre Einnahmen stiegen von 5,1 auf vorläufig kalkulierte 5,35 Milliarden Euro, dies vor allem aufgrund der Übernahme der G+J-Beteiligung an den in Schwierigkeiten steckenden Prinovis-Druckereien. Die Profitabilität von Arvato soll darunter gelitten haben: Das Operating Ebit werde voraussichtlich nur rund 300 (Vorjahr: 350) Millionen Euro erreichen.

Rückläufig entwickelten sich neben Random House auch die Einnahmen und Gewinne des Zeitschriftenverlags Gruner+Jahr (G+J). Der Umsatz von G+J soll vor allem wegen der Ausgliederung von Prinovis auf 2,5 (Vorjahr: 2,6) Milliarden Euro gefallen sein. Auch das operative Ergebnis, heißt es bei manager-magazin.de, sei von 287 Millionen Euro (2010) auf etwa 270 Millionen Euro gesunken.