Mainzer Stadtdruckerpreis

"Konsequenter Materialdruck"

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Die Künstlerin Sandra Heinz ist die neue Mainzer Stadtdruckerin: Am 9. Februar wird ihr der 17. Mainzer Stadtdruckerpreis im Gutenberg-Museum überreicht.

Die Mainzer Stadtdruckerin 2012/13 wurde von einer sechsköpfigen Jury ausgewählt; der alle zwei Jahre vergebene Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Der Preis zeichnet Grafiker, Pressendrucker und Typografen aus, die sich im besonderen Maße um die Weiterentwicklung verschiedener Aspekte der Druckgrafik verdient gemacht haben; Maßgabe ist ein Mainz-Bezug der Bewerber.

"Ich freue mich sehr darüber, dass die Tradition des Druckens, die schließlich in Mainz ihren Anfang genommen hat, so lebendig fortgeführt wird und wir mit Sandra Heinz eine außergewöhnliche Grafikerin zur Stadtdruckerin gewählt haben", so die Jury-Vorsitzende und Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse anlässlich der Bekanntgabe der Preisträgerin im Dezember. Mit-Jurorin Annette Ludwig, Direktorin des Gutenberg-Museums, ergänzt: "Die Jury war vor allem von der Konsequenz beeindruckt, mit der sich Heinz in ihrem Werk mit dem Materialdruck auseinandersetzt." Sandra Heinz, die das Drucken und Arbeiten mit Alltagsgegenständen wie beispielsweise getragener Kleidung fokussiert, habe hierbei einen ganz eigenen Stil gefunden.

Sandra Heinz (geb. 1962), mehrfach für ihre Werke ausgezeichnet, lebt und arbeitet in Mainz. Sie studierte Bildende Kunst und Theologie an der Universität-Gesamthochschule Siegen. Von 2008 bis 2009 war Sandra Heinz als Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg und der Akademie München tätig. Sie nimmt regelmäßig an Kunstmessen in Frankfurt, Paris und New York teil und stellt sowohl national als auch international aus.

Im Herbst 2013 ist eine Ausstellung der Künstlerin im Gutenberg-Museum geplant. Diese Einzelausstellung ist direkt mit dem Mainzer Stadtdruckerpreis verbunden.