Schweizer Autoren zum Preisbindungs-Aus

"Wir nehmen die Gegner beim Wort"

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Schweizer Autoren sehen nach dem endgültigen Aus für feste Bücherpreise ihren Zugang zum Markt erschwert – und wollen die Gegner nun bei ihren eigenen Waffen packen: Ihr Verband mahnt neue Förderprogramme an.
„Es brauche für eine vielfältige und lebendige Buchkultur andere Fördermittel, insbesondere für die Autorinnen und Autoren, so ein immer wiederkehrendes Argument der Gegner“, schreibt der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) auf seiner Website. „Der AdS wird sie nun beim Wort nehmen und diese einfordern. Denn auch ohne Preisbindung braucht die Schweiz eine konzise gesamtschweizerische Literaturförderung.“

Der Ads hat sich in den vergangenen Wochen aktiv hinter die Kampagne „Ja zum Buch“ gestellt und ist mit dem Wahlausgang von gestern alles andere als zufrieden. Man bedauere das Votum, heißt es. „Weder die zahlreichen Schweizer Autorinnen und Autoren noch der engagierte Einsatz der grossen Anzahl Befürworter aus Politik, Kultur und Buchbranche vermochten die Schweizer Stimmbevölkerung zu überzeugen, dass auf das Kulturgut Buch auch in ökonomischer Hinsicht speziell Rücksicht genommen werden müsste.“ Ohne die Preisbindung werde das Buch nun dem freien Markt überlassen – „was die gesamte Buchbranche absehbar schwächen wird.“ Auch die Autoren.