Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis

"Sechsten Schwierigkeitsgrad" bewältigt

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Für ihre Übertragung von H. G. Adlers "Eine Reise" ("Un viaggio", Verlag Fazi) sind Marina Pugliano und Julia Rader am 27. März in Rom mit dem deutsch-italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnet worden. Den Nachwuchspreis erhielt Giusi Drago.

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis haben der Mitteilung der Preisgeber zufolge in diesem Jahr Marina Pugliano und Julia Rader für ihre Übersetzung von H.G. Adlers "Eine Reise" (Paul Zsolnay) erhalten. Das Buch erschien in Italien unter dem Titel "Un viaggio" (Verlag Fazi). In der Begründung der Jury heißt es: "'Eine Reise' ins Italienische zu übersetzen, war ein notwendiges, aber auch in höchstem Maße riskantes Unternehmen oder, um das alpinistische Vokabular zu gebrauchen, ein 'sechster Schwierigkeitsgrad' der literarischen Übersetzung. – Marina Pugliano und Julia Rader haben diese Herausforderung gemeistert."

Giusi Drago wurde der Nachwuchspreis für seine Übersetzung von Marica Bodrožićs Erzählungen "Tito ist tot" ("È morto Tito", Verlag Zandonai) zugesprochen. Der Preis besteht aus einem Studienaufenthalt beim Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen (Nordrhein-Westfalen).

Der deutsch-italienische Übersetzerpreis, der in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen wurde, würdigt hervorragende Übertragungen deutscher literarischer Werke ins Italienische. Er wird vom Auswärtigen Amt, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Italienischen Kulturministerium in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Italien und dem Centro per il libro e la lettura (Zentrum für das Buch und das Lesen) in Rom vergeben.