Die US-Regierung wirft Apple und den Verlagen Penguin und Macmillan (Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) illegale Preisabsprachen im E-Book-Geschäft vor, berichten das "Wall Street Journal" und "Bloomberg". Ursprünglich richtete sich die Klage gegen den Elektronikkonzern Apple und fünf Verlage, von denen jedoch Simon & Schuster, Hachette Book Group und HarperCollins einlenkten. Sie haben sich mit den Justizbehörden auf einen Vergleich geeinigt.
Demnach geht um das sogenannte Agenturmodell von Apple für das iPad und den iBookstore, bei dem die Verlage die Preise für E-Books festsetzen, Apple bekommt als Gegenleistung 30 Prozent des Umsatzes. Somit entsteht eine Art Preisbindung für Bücher, obwohl es in den USA keine gesetzliche Preisbindung für Bücher gibt. Zudem soll Apple mit den Verlagen eine Meistbegünstigungsklausel vereinbart haben, die dem Konzern garantierte, dass Konkurrenten wie Amazon keine besseren Konditionen erhalten konnten.
Auch die E-Kommission hatte im Dezember 2011 ein Kartellverfahren gegen mehrere internationale Verlage und Apple eingeleitet. Allerdings hätten Simon & Schuster, HarperCollins, Hachette, Macmillan sowie Apple Vorschläge für eine Einigung gemacht, teilte Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia kürzlich mit.
Preisabsprachen bei E-Books
6. Juli 2015
Das US-Justizministerium hat eine Kartellklage gegen Apple und zwei Verlage eingereicht. Sie sollen Preise bei elektronischen Büchern abgesprochen haben.