Der Vorwurf der Preisabsprache durch das US-Justizministerium sei "schlicht nicht wahr", heißt es in der Stellungnahme des Elektronikkonzerns Apple, die in der Presse zitiert wird. Der Launch des iBookstore und das Agenturmodell hätten den Wettbewerb befördert und den dominanten Einfluss von Amazon im E-Book-Sektor eingeschränkt.
Die US-Regierung wirft Apple und den Verlagen Penguin und Macmillan (Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) illegale Preisabsprachen im E-Book-Geschäft vor. Ursprünglich richtete sich die Klage gegen den Elektronikkonzern Apple und fünf Verlage, von denen jedoch Simon & Schuster, Hachette Book Group und HarperCollins einlenkten. Sie haben sich mit den Justizbehörden auf einen Vergleich geeinigt.
Es geht um das sogenannte Agenturmodell von Apple für das iPad und den iBookstore, bei dem die Verlage die Preise für E-Books festsetzen, Apple bekommt als Gegenleistung 30 Prozent des Umsatzes. Somit entsteht eine Art Preisbindung für Bücher, obwohl es in den USA keine gesetzliche Preisbindung für Bücher gibt.