Streit um Preisabsprachen bei E-Books

Gericht verhandelt Agenturmodell ab 2013

6. Juli 2015
von Börsenblatt Online
Die US-Branche steuert auf eine Grundsatzentscheidung zu, muss sich aber noch gedulden: Ob das Agency Modell rechtens ist oder nicht, soll ab 3. Juni 2013 verhandelt werden. Dann treffen sich Vertreter des US-Justizministeriums mit Apple, Macmillan (Holtzbrinck) und Penguin (Pearson) vor Gericht.

Apple und die beiden Verlagsgruppen stehen wegen des Verdachts unerlaubter Preisabsprachen bei E-Books seit Monaten unter Beobachtung des US-Justizministeriums. Mit dem Ziel, das von Apple entwickelte Agenturmodell (iBookstore) zu kippen, hatte das Ministerium Anfang 2012 dann Klage eingereicht. Wie Reuters berichtet, nannte Denise Cote, Bundesrichterin am United States District Court for the Southern District of New York jetzt auch einen Termin für die Hauptverhandlung: Sie beginnt demnach am 3. Juni 2013. Ursprünglich waren auch Hachette, HarperCollins und Simon&Schuster ins Visier der Kartellwächter geraten, hatten sich aber außergerichtlich geeignet.

Andere stärken den drei Unternehmen, die sich der US-Justiz widersetzen wollen, den Rücken – etwa die Mitglieder der ABA (American Booksellers Association) und die Authors Guild.