Preisbindung

Irreführende Werbung: eBuch stoppt Ciando

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Die buchhändlerische Genossenschaft eBuch ist gegen vergleichende Werbung auf den Internetseiten von Ciando vorgegangen: Der E-Book-Anbieter sei der Aufforderung der eBuch-Anwälte, der Kanzlei v. Nieding Ehrlinger Marquardt Berlin, nachgekommen, künftig irreführende Werbung zu unterlassen.

Dass auch bei E-Books die Preisbindung gilt, sei nur wenigen Verbrauchern bewußt. Daher sei es absolut notwendig, Werbung, die eine freie Preisgestaltung bei E-Books suggeriert, schnell zu unterbinden, so die Genossenschaft.

Der E-Book-Anbieter Ciando habe noch bis vor kurzem auf seiner Website auf praktisch allen Titeln mit großer Ersparnis geworben, z.B. "Verwesung" von Simon Becket – Preis: 9,99 Euro, Ersparnis 12,96 Euro: Weder sei dabei angegeben worden, dass es sich um einen Vergleich mit der HC-Ausgabe handelte, noch, dass es zum E-Book-Preis auch die TB-Ausgabe gibt noch womit überhaupt verglichen wurde, so die Kritik der eBuch. Für Verbraucher habe so der Eindruck entstehen müssen, daß Ciando besonders günstige E-Book-Preise mit großer Ersparnis anbiete.

Zuletzt hatte die eBuch erwirkt, dass sich die Weltbild-Gruppe verpflichtet, Sonderausgaben nicht mit Preisvorteilen zu bewerben, wenn diese nur gegenüber der Hardcover-Ausgabe, nicht aber gegenüber einer Taschenbuch-Ausgabe bestehen.