"Christoph Hein ist ein Autor von herausragendem Rang", sagt die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig in der Pressemitteilung. "Sein literarisches Werk ist geprägt von kluger Beobachtung und gesellschaftlichem Engagement. Er verbindet den Alltag seiner Figuren mit der Weltgeschichte, mit den großen Fragen, und er tut dies in einer wunderbaren, präzisen und gleichzeitig oft poetischen Sprache. Christoph Hein war niemals bequem, sondern ein im besten Sinne kritischer Geist. Das macht ihn zu einem Preisträger, der gerade zum 100. Geburtstag Stefan Heyms die Werte des Preises in besonderer Weise verkörpert."
Das literarische Werk von Christoph Hein (geb. 1944) umfasst Romane, Essays, Erzählungen, Theaterstücke, Lyrik und Kinderbücher. Nach dem Studium der Philosophie und Logik in Berlin und Leipzig, wurde er Dramaturg an der Ost-Berliner Volksbühne. Seit 1979 arbeitet er als freier Schriftsteller. Zu seinen bekanntesten Romanen gehören "Der Tangospieler" (1988) oder "Willenbrock“ (2000), der von Andreas Dresen verfilmt wurde. Sein jüngstes Werk ist "Weiskerns Nachlass" (2011; Suhrkamp).
Christoph Hein hat zahlreiche Preise erhalten, zuletzt den Uwe-Johnson-Preis (2012). Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes (1994).
Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wird im Gedenken an den Sohn und Ehrenbürger der Stadt "zeitkritischen und couragierten Persönlichkeiten zuerkannt, die wie Stefan Heym als Schriftsteller oder Publizisten herausragende und nachhaltig wirkende Leistungen erbracht haben". Der Preis wird alle drei Jahre verliehen. Aus Anlass des 100. Geburtstags Stefan Heyms im Jahr 2013 werde vom üblichen Rhythmus abgewichen. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein Kuratorium, dessen Schirmherrin Inge Heym ist.