Der mit 6.000 Euro dotierte Tukan-Preis zeichnet jährlich "eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung" eines Autors aus München oder der Region München aus, so die Preisstifter.
Aus der Begründung der Jury: "Marc Deckerts Roman 'Die Kometenjäger' erzählt vordergründig die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Protagonisten Philipp, einem Illustrator, und dem Sternenbeobachter Tom. Vielfach als Roadnovel gestaltet, verbindet das Buch verschiedene Dimensionen, inhaltliche und symbolische: die Kometenjagd als romantisches Entziffern der Welt, als jungenhafte Schatzsuche, als Flucht vor der Realität des Alltags, als Schule des Sehens, als Zivilisations- und Technikkritik… All das eröffnet dieses Buch, aber eher nebenbei und unangestrengt, während die ruhige Erzählweise einen narrativen Sog entfaltet. Zugleich ist 'Die Kometenjäger' ein Roman über die Suche einer Generation nach ihrem Platz in der Welt, über die Einsamkeit der individuellen Existenz, die Unplanbarkeit des Lebens und die Notwendigkeit einer Vision im Zeitalter einer scheinbar komplett durchleuchteten und erfassten Welt."
Marc Deckert, geboren 1970, lebt und arbeitet als freier Autor in München. "Die Kometenjäger" erschien im Frühjahr 2012 bei btb im Hardcover.