Fußballbuch des Jahres 2012

Thomas Kistner gewinnt mit "FIFA-Mafia"

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Der Journalist und Autor Thomas Kistner hat für "FIFA-Mafia" (Droemer Knaur) den MAX für das beste Fußballbuch des Jahres 2012 erhalten. Den Preis vergibt die Deutsche Akademie für Fußballkultur.

"Über Thomas Kistners Fifa-Buch muss man nicht viele Worte machen: Die Entwicklung im Weltverband des Fußballs spricht für sich und für das Buch", begründet die Jury ihre Entscheidung. Und weiter: "Kistner hat über Jahre hinweg die Machenschaften der Fußballfunktionäre um João Havelange, Sepp Blatter und ihre vielen Mithelfer verfolgt. … Kistners Buch ist, was die Engländer einen 'page-turner' nennen: eine Mischung aus Reportage, Analyse, Recherche, Hörensagen-Bericht und Porträt, die man wie einen Agenten-Thriller liest und die den Leser informiert, ratlos, zornig sowie grimmig lachend zurücklässt. Es zeigt, wie eine Weltorganisation im Griff einer Bande rücksichtsloser Schlaumeier ist, die sich immer wieder nationalen Gerichten und internationaler Überprüfung entzieht, die abenteuerlichsten Coups zustande bringt und stets als großen Trumpf ausspielen kann, dass auf dem Rasen von all dem nichts mehr wahrgenommen wird. … Kistners Buch verdient jeden Preis, weil es der Scheinheiligkeit in die Parade fährt."

Thomas Kistner (geb. 1958) ist Redakteur der "Süddeutschen Zeitung" und zuständig für Sportpolitik. Er wurde unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und war 2006 "Sportjournalist des Jahres".

Vergeben wird die Auszeichnung "Fußballbuch des Jahres" von der Deutschen Akademie für Fußballkultur jährlich seit 2006. Der Akademie-Hauptsponsor easyCredit stiftet den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Einen Überblick über die Plätze 2 bis 12 gibt es hier.