Alois Vogel Literaturpreis

Carolina Schutti gewinnt Premiere

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Die Innsbrucker Schriftstellerin Carolina Schutti ist die erste Gewinnerin des Alois Vogel Literaturpreises. Der mit 7.000 dotierte Preis des Wiener Literaturkreises "Podium" wird in diesem Jahr erstmals vergeben.
Die unabhängige Fachjury wählte aus 83 qualifizierten Einreichungen Carolina Schuttis unveröffentlichten Text zum ausgeschriebenen Thema Schlagschatten.

"'Eulen fliegen lautlos' lautet der Titel von Schuttis Erzählung, doch die Geschichte einer kindlichen Verstörung lässt aufhorchen: Sie ist eigenwillig und souverän gebaut, hintersinnig im Umgang mit Leitmotiven und Bildern, subtil darin, wie sie die Lesenden in die rätselhafte Atmosphäre einer seltsam fremden und beklemmenden Welt hineinzieht", heißt es in der Begründung. "Schuttis Text ist eine bis ins Detail durchgestaltete, sehr reflektierte Prosa, die nachhaltig gefangen nimmt."

Carolina Schutti wurde 1976 in Innsbruck geboren. Sie studierte Germanistik (Promotion über Elias Canetti), Anglistik und Amerikanistik sowie Konzertgitarre und absolvierte danach eine Gesangsausbildung. Nach einigen Jahren Lehrtätigkeit und als Lektorin an der Universität Florenz, kehrte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Literaturhaus am Inn nach Innsbruck zurück. Sie veröffentlichte seit 2006 Erzählungen sowie zwei Romane im Otto Müller Verlag. Schutti lebt als freie Schriftstellerin in Innsbruck.

Die Preisverleihung erfolgt am 24. November um 17 Uhr im Stadtsaal Pulkau.

Der Alois Vogel Literaturpreis soll der Mitteilung der Preisstifter zufolge alle zwei Jahre ausgelobt werden. Der Preis erinnert an den Schriftsteller Alois Vogel (1922–2005), der den Literaturkreis "Podium" 1971 mitgründete. Der Preis wird für österreichische oder in Österreich lebende, deutsch schreibende Autoren ausgeschrieben. Eine unabhängige Fachjury entscheidet über den Gewinner.