Bildbände

DuMont auf Kunstdiät

25. Oktober 2012
Redaktion Börsenblatt
Auf der Buchmesse machten erste Gerüchte die Runde – jetzt kommt die Bestätigung aus dem DuMont Verlag: Die Kölner publizieren ab 2013 deutlich weniger Bildbände. Statt zwölf Titel pro Saison sollen künftig nur noch etwa vier Bücher rund um Kunst und Lebensart erscheinen, vor allem Lizenztitel.

Die Hardcover-Novitäten des Verlags werden künftig in einer gemeinsamen Vorschau präsentiert, die alle Titel aus den Segmenten Literatur, Sachbuch und Kunst versammelt. Die Zahl der Ausstellungskataloge hatte der Verlag schon länger deutlich zurückgefahren – das Museumsgeschäft sei sehr schwierig geworden, so Pressesprecherin Julia Giordano auf Anfrage.

Jetzt trifft es auch die klassischen Kunstbände, in früheren Zeiten ein Herzstück des Verlags. Das Segment habe sich wirtschaftlich immer weniger gerechnet, lediglich die Erweiterung um Lifestyle- und Kochbücher sei rentabel, sagte Giordano.

Im März war Daniel Brücher als Geschäftsführer für das Kunst- und Bildbandprogramm ausgeschieden. Seitdem liegt die Verantwortung für das gesamte DuMont-Programm bei Jo Lendle. Das Literatur- und Sachbuch-Segment sei erfolgreich, heißt es aus dem Verlag, dort solle es keine Veränderungen geben. Auch das Taschenbuchprogramm bewähre sich sehr gut am Markt und werde ausgebaut.