Springer-Bucharchiv geht online

Abschied vom Wort "vergriffen"

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Die Springer Book Archives (SBA) werden auf der amerikanischen Bibliothekskonferenz ALA Midwinter erstmals öffentlich vorgestellt. Das historische Bucharchiv umfasst bisher 37.000 E-Books – 100.000 sollen es bis zum Jahresende werden.
Die 37.000 englischsprachigen E-Books wurden rückwirkend digitalisiert, in verschiedenen Formaten produziert und in dem Online-Archiv gebündelt. Bis zum Jahresende soll das Archiv mit etwa 100.000 Titeln in englischer und deutscher Sprache aus einer über 170jährigen Verlagsgeschichte komplett sein, teilt Springer mit. Das digitale Archiv kann über die Online-Plattform SpringerLink genutzt werden.
 
"Über Jahre haben wir dieses Projekt geplant, die Bücher ausfindig gemacht, gescannt und sie in digitale Formate gepackt", sagt Springer CEO Derk Haank. "Wir hatten die Vision, dass Bücher, die nicht mehr erhältlich waren, wieder für die Wissenschaft erschlossen werden sollten. Bücher mit Erkenntnissen, die die Wissenschaft vorangetrieben haben, werden damit neu belebt. Das Wort 'vergriffen', wird es bei Springer nicht mehr geben.“
 
Zu den renommierten Autoren, die bei Springer veröffentlicht haben, gehören Wissenschaftler wie Rudolf Diesel, Paul Ehrlich oder Emil Fischer. Weit über 200 Bücher von Nobelpreisträgern werden ebenfalls darin zu finden sein. Bei Springer gelte der Slogan: "At Springer great minds don’t go out of print, they go online."
 
Mit dem Online-Bucharchiv komme man den Kundenwünschen nach, sagt Syed Hasan, President of Global STM Academic and Government Sales, Springer. Immer wieder sei man von Bibliothekaren und Wissenschaftlern nach vergriffenen Titeln gefragt worden.
 
Die E-Books können ohne DRM als Volltext auf den unterschiedlichsten elektronischen Geräten genutzt werden. Parallel dazu werden fast alle Titel aus SBA als POD-Titel gedruckt lieferbar sein, so Springer.