Amazon-Chef Ralf Kleber nimmt Stellung

"Die Fernsehbilder, die wir gesehen haben, machen mich betroffen"

22. Februar 2013
Redaktion Börsenblatt
Der Umgang mit Leiharbeitern, Tarifverträge, Betriebsräte: Ralf Kleber, Geschäftsführer von Amazon Deutschland, erklärt im Interview mit Spiegel online seine Sichtweise - und kündigt weitere Konsequenzen in Sachen Leiharbeiter-Skandal in Bad Hersfeld an.

Er bedauere die Vorfälle in Bad Hersfeld. "Die Fernsehbilder, die wir gesehen haben, machen mich betroffen, aber es ist falsch, diese Vorfälle als repräsentativ für die Personalpolitik von Amazon zu sehen", sagte Kleber. Der Fall werde genau geprüft. "Dass wir die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst und mit einem weiteren Dienstleister beendet haben, war nur der Anfang. Wir prüfen, welche weiteren Konsepuenzen wir noch ziehen werden". 

Man zahle mehr als andere Logistikunternehmen und brauche mehr Flexibilität, antwortete Kleber auf die Frage, warum Amazon sich weigere, einen Tarifvertrag einzugehen. Außerdem forderte er die Belegschaft auf, sich in Betriebsräten zu engagieren: "Ich finde Betriebsräte sehr gut und ermuntere die Mitarbeiter in unseren Logistikzentren, Betriebsräte mitzugründen". 

Das Interview lesen Sie hier. 

Und hier lesen Sie ein Interview, das Kleber der "Bild"-Zeitung gegeben hat.