Enzyklopädien

Brockhaus: Eine kurze Chronik seit der Jahrtausendwende

3. Juli 2015
von Börsenblatt
Mit dem Aus für den Bertelsmann-Direktvertrieb und Wissenmedia endet vorläufig auch die Geschichte der Brockhaus-Enzyklopädie. Eine kurze Chronik der Ereignisse:

Juli 2001: Das Bibliographische Institut & F. A. Brockhaus verkauft seinen Direktvertrieb an InmediaOne (Bertelsmann Arvato).

2005: Die 21. Auflage der ”Brockhaus Enzyklopädie“ in 30 Bänden erscheint.
Das 200-jährige Firmenjubiläum wird in Leipzig und Mannheim begangen.

Dezember 2007: In einer Studie des "Stern" siegt Wikipedia vor einer Online-Ausgabe des Brockhaus (mit Inhalte einer kleineren Ausgabe).

Februar 2008: Brockhaus kündigt für April ein kostenloses, werbefinanziertes Online-Portal mit den Inhalten der Brockhaus-Enzyklopädie an.

April 2008: Brockhaus online wird auf unbestimmte Zeit verschoben (und später endgültig abgesagt); erste Spekulationen über eine 22. Auflage der Enzyklopädie

Dezember 2008: Verkauf der Marke Brockhaus und aller Brockhaus-Werke an Wissenmedia / InmediaOne (Bertelsmann)

März 2010: Wissenmedia bringt eine digitale Version des Brockhaus für das iPhone heraus

Januar 2011: Wissenmedia führt die Marken Brockhaus und Wahrig zusammen

März 2012: Launch des neuen Sachbuchprogramms "Brockhaus perspektiv"

März 2013: Wissenmedia startet unter dem Namen Brockhaus Scolaris ein Lernhilfenprogramm mit 80 Titeln

11. Juni 2013: Der Bertelsmann Konzern gibt bekannt, den Direktvertrieb von InmediaOne und das Verlagsgeschäft von Wissenmedia "schrittweise einzustellen" – bis spätestens Mitte 2014.