Hermann Kesten-Preis 2013 für "Index on Censorship"

"Verzicht auf politische Einseitigkeit"

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Der Hermann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2013 an die Organisation "Index on Censorship" in London. Das gab PEN-Vizepräsident Sascha Feuchert, der auch Beauftragter für "Writers-in-Prison" ist, heute bekannt.

Die 1972 gegründete Organisation "Index on Censorship" kämpft gegen alle Formen der Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Die Organisation publiziert viermal im Jahr ein Print-Magazin und unterhält eine Website (http://www.indexoncensorship.org/).

In der Begründung der Kesten-Jury heißt es: "In seiner nunmehr über vierzigjährigen Existenz hat sich ‚Index on Censorhip' gegenüber anderen Organisationen und Publikationen durch den Verzicht auf politische Einseitigkeit ausgezeichnet. Verstöße gegen die Freiheit des Wortes in der Sowjetunion und deren Satellitenstaaten oder in China wurden und werden ebenso angeprangert wie Zensurmaßnahmen in rechten Diktaturen oder durch fundamentalistische Regime."

Der Kesten-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert ist und wird zu gleichen Teilen vom PEN und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst getragen. Der Preis wird am 14. November in Darmstadt verliehen. Laudatorin ist die letztjährige Kesten-Preisträgerin, die Journalistin Iryna Khalip.