Kartellstreit um E-Book-Preisabsprachen

Rückzahlungen für Millionen Verbraucher

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Insgesamt 166 Millionen US-Dollar hatten die fünf großen US-Verlage bewilligt, um das Kartellverfahren wegen illegaler Preisabsprachen mit den US-Bundesstaaten sowie privaten Sammelklägern zu beenden. Bald könnten die Rückzahlungen an mehr als 23 Millionen berechtigte Verbraucher fließen.

Das berichtet das Branchenmagazin "Publishers Weekly". Danach wären mehr als 23 Millionen Kundenaccounts von Amazon, Apple, Barnes & Noble, Kobo, Google und Sony berechtigt, eine Rückzahlung zu erhalten. Sie seien laut Rust Consulting, das den Fonds verwaltet, benachrichtigt worden. Die Gelder würden in der Regel automatisch auf die Kundenkonten überwiesen, zitiert "Publishers Weekly" das Beratungsunternehmen.

Berchtigt für eine Rückzahlung sind Kunden, die zwischen dem 1. April 2010 und 21. Mai 2012 bei einem der fünf großen Verlage (Penguin, Hachette, HarperCollins, Macmillian, Simon & Schuster) ein E-Book gekauft haben. Die genaue Höhe der einzelnen Rückzahlungen stehe jedoch noch nicht fest, so "Publishers Weekly". Später könnten weitere Rückzahlungen von Apple hinzukommen, hier ist ein entsprechendes Verfahren auf den Mai 2014 angesetzt.

Apple und den Verlagen Penguin, Macmillan (Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck), Simon & Schuster, Hachette Book Group und HarperCollins wurden illegale Preisabsprachen im E-Book-Geschäft (über das sogenannte "Agenturmodell") vorgeworfen.