Bis Mitte Oktober entscheidet eine Jury über die sechs Favoriten für den mit 15.000 Euro dotierten Preis. "Wir zeichnen Sachbücher aus, die fundiert und umfassend recherchiert worden sind, neue Thesen ins Spiel bringen und die darüber hinaus noch gut geschrieben sind. Das ist ein hoher Anspruch. Ich glaube, dass die Leser unsere Auswahl honorieren werden", so der Jury-Vorsitzende und NDR Programmdirektor Hörfunk, Joachim Knuth.
Die 15 nominierten Titel sind:
- Götz Aly: Die Belasteten. Euthanasie 1939−1945. Eine Gesellschaftsgeschichte (S. Fischer)
- Hans Belting: Faces. Eine Geschichte des Gesichts (C.H. Beck)
- Peter Bieri: Eine Art zu leben. Über die Vielfalt menschlicher Würde (Hanser)
- Christopher Clark: Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog (DVA)
- Markus Gabriel: Warum es die Welt nicht gibt (Ullstein)
- Karl-Heinz Göttert: Abschied von Mutter Sprache. Deutsch in Zeiten der Globalisierung (S. Fischer)
- Philip Hoare: Leviathan oder Der Wal. Auf der Suche nach dem mythischen Tier der Tiefe (Mare Verlag)
- Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts (S. Fischer)
- Sabine Rennefanz: Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration (Luchterhand)
- Martin Lutz: Carl von Siemens 1829−1906. Ein Leben zwischen Familie und Weltfirma (C.H. Beck)
- Geert Mak: Amerika. Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten (Siedler)
- Ronald Reng: Spieltage: Die andere Geschichte der Bundesliga (Piper)
- Rüdiger Safranski: Goethe. Kunstwerk des Lebens. Biographie (Hanser)
- Niels Werber: Ameisengesellschaften. Eine Faszinationsgeschichte (S. Fischer)
- Edgar Wolfrum: Rot-Grün an der Macht. Deutschland 1998−2005 (C.H. Beck)
Im Rahmen einer Gala im Herrenhäuser Schloss wird der NDR Kultur Sachbuchpreis am Donnerstag, 7. November, in Hannover zum fünften Mal verliehen. Vergeben wird an dem Abend auch der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis Opus Primum der Volkswagenstiftung für wissenschaftlichen Nachwuchs.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter NDR.de/ndrkultur.