Vergeben wird die Auszeichnung vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) und der Fachverband Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die Jury würdigte Barbara Coudenhove-Kalergis Berichte und scharfsichtigen Analysen rund um den Prager Frühling und zum Mauerfall mehr als zwanzig Jahre später. Sie habe diesen Triumph der Freiheit über totalitäre Regimes durch ihre fundierte Berichterstattung und ausgewogenen Analysen vielen Fernsehzuschauern auf unvergleichliche Weise näher gebracht. "Barbara Coudenhove-Kalergi hat daneben in zahllosen Artikeln, aber auch als Aktivistin bewiesen, dass der Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit in ihrem Leben eine zentrale Rolle spielt − sie ist damit eine idealtypische Trägerin dieses Preises", urteilte die Jury.
Barbara Coudenhove-Kalergi, geboren 1932 in Prag, wurde 1945 als Prager Deutsche vertrieben und lebt seither in Österreich. Nach Stationen unter anderem bei der "Presse", der "Arbeiter-Zeitung" und bei "profil" kam sie Mitte der 1970er Jahre zum ORF. Bis heute ist sie ständige Kolumnistin der Tageszeitung "Der Standard" und unterrichtet Asylbewerber. Ihre Erinnerungen "Zuhause bin ich überall" erschienen 2013 im Zsolnay Verlag.