Rachel Salamander wurde 1949 in einem Lager für Displaced Persons geboren und wuchs ab 1956 in München auf. 1982 gründete sie die "Literaturhandlung" in München und pflegt dort ein auf Literatur aus und über das Judentum spezialisiertes Sortiment. Die Buchhandlung hat inzwischen drei Filialen und unterhält mehrere Shops in jüdischen Museen.
Mit zahlreichen Veranstaltungen unterhält sie ein intellektuelles Zentrum, in dem man sich mit jüdischen Themen auseinandersetzt, betont die Jury. Gleichzeitig nahm und nimmt Salamander rege am kulturellen Leben teil.
Salamander war 2001 bis 2013 Herausgeberin der "Literarischen Welt" der Tageszeitung "Die Welt", seit Oktober berät sie die Literaturredaktion der FAZ und leitet das neu gegründete "FAZ-Literaturforum" und die Jury des ebenfalls neu gegründeten "Marcel-Reich-Ranicki-Preis für literarische Kritik und Essay". Sie war viele Jahre lang Mitglied der Jury des "Alfred-Kerr-Preises für Literaturkritik", den das Börsenblatt vergibt. Rachel Salamander wurde mit mehreren Preisen für ihre Verdienste um das Geistesleben ausgezeichnet, unter anderen erhielt sie das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschands.