Die Entscheidung für Eco sei daher im Kuratorium auch einstimmig gefallen. Da Eco aus persönlichen Gründen an der Johannisnacht verhindert war, werde die Preisvergabe im zeitlichen Zusammenhang mit der Frankfurter Buchmesse erfolgen.
Als Universitätslehrer habe sich Umberto Eco gerade in den zurückliegenden zehn Jahren mit der Rolle und Bedeutung des Buches in Geschichte, Gegenwart und Zukunft beschäftigt − vor allen Dingen in seiner Liebeserklärung an die Bibliophilie "Die Kunst des Bücherliebens", München 2009. Seine Romane, darunter "Im Namen der Rose" sowie "Das foucaultsche Pendel" seien "darüber hinaus ein ganz herausragendes Bekenntnis für die schriftliche Überlieferung, für den kulturgeschichtlichen Umgang mit Bibliotheken und ein geradezu einmaliges Bekenntnis für die in den Büchern implizierte Weisheit", heißt es aus Mainz.